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Konzert im Gemeindezentrum: "Vocal Fatal" und der Jugendchor der Freien Evangelischen Bibelgemeinde (FEGB) luden zum Mitsingen ein

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Von Robert Rolf Grundmann

Espelkamp. Für das Projekt „Liederschätze neu entdeckt“ ging Kantor Tobias Krügel zweimal auf die Suche: zum einen nach Musik, zum anderen nach Chören, die gemeinsam mit „Vokal Fatal“, dem Chor der Martins-Kirchengemeinde auftreten sollten.
Die Musikstücke zu finden und auszuwählen erwies sich am Ende als einfach, schwieriger war es, einen Partner zu finden. Bis auf die FEBG schlugen die zahlreichen freien Gemeinden, die in der Industriestadt im Grünen wirken, die Einladung zum gemeinsamen Gotteslob mit je eigenen Begründungen aus.
Mit Christine Derksen, Eugen Penner und Peter Schmidt, die sich bei dieser Gemeinde musikalische Arbeit kümmern, war rasch eine Auswahl aus alten Chorälen und neuen Liedern getroffen. Die reichte von „Du meine Seele singe“ über „Unser Vater“ und „Großer Gott wir loben Dich“ bis zu "Deep River in der Fassung Norman Luboffs mit Daniel Braun als Solisten. Im Jahr des Reformationsjubiläums kam zum Ausklang noch einmal Martin Luther zu Wort mit: „Verleih uns Frieden gnädiglich“. Alle Texte wurden gut lesbar für die Gemeinde an die Wand projiziert.

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Friedhelm Diekemper (Saxophon), Ralf Weber (Gitarre), Tobias Kleffmann (Schlagzeug) und Hinrich Freitag am E-Bass waren die Band rund um den Flügel, dem Christine Derksen, mal Tobias Krügel Töne entlockten. Bei den „Intros“ und der Begleitung der Chöre reichten die Klangfarben von „Swing“ über „rockig“ bis zur „Ballade“. Saxophon, Gitarre und Flügel waren auch mit kleinen solistischen Einlagen zu hören.
Er habe dieses Projekt attraktiv gefunden, so der Kantor, weil es darum gehe, alte Choräle in ihrer Form zu belassen und neu, eben durch eine Band, zu begleiten. Sie, die Zuhörer, seien nun "verpflichtet" mit zu singen und mit zu gestalten.
Diesem Gemeinde Gesang stellten die Chöre einzelne Strophen gegenüber, die drei und vierstimmig gesetzt waren – mal von Bach, mal von Schütz, mal als Popversion.
Christine Derksen wechselte im Laufe des Programms mehrfach zwischen Flügel und Dirigentenpult, so auch Tobias Krügel. Der reihte sich gelegentlich in die Schar der Sänger ein, wenn Eugen Penner die Leitung übernahm.
Der Kantor der Martins-Gemeinde hatte außerdem die Aufgabe übernommen, durch das Programm zu führen und jeweils zu erläutern, wann Mitsingen gewünscht oder Zuhören geboten war – und der Gemeinde zu sagen, sie dürfe applaudieren.
Sein Dank galt den Chören – natürlich auch denen, die in den Kirchenbänken saßen und mitgesungen haben – den Instrumentalisten und der FEBG, die die Türen ihres Gemeindezentrums weit geöffnet hatte, nachdem die Thomaskirche wegen der Bauarbeiten nicht genutzt werden konnte.
Das Projekt hat leider nicht den Zuspruch gefunden den es verdient hat – in den Bänken waren noch Sitzplätze frei und auf der „Bühne“ wäre auch noch Platz für andere Chöre gewesen.
Zwei Konzertbesucher aus Preußisch Oldendorf, die beide selbst aktive Sänger sind, lobten gegenüber der Neuen Westfälischen die Auswahl der Lieder, weil die bekannten Stücke das Mitsingen erleichtert habe. Schön sei es, dass so viele junge Leute sich für die Chormusik engagieren. Der Versammlungsraum sei sehr ansprechend und gut ausgestattet.


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