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Illu


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Worte der Besinnung von Pfarrer Rainer Rohrbeck

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Der morgige Sonntag trägt den Namen „Rogate“ – Betet! Doch wozu ist das gut, das Beten? Was hilft es uns? Wir beten für den Frieden – und der Krieg geht unvermindert weiter. Wir beten darum, dass Menschen, die wir gern haben, wieder gesund werden – und sie müssen dennoch sterben. Wir beten um Hilfe in unseren Lebenskrisen – und werden oft nicht erhört.
Beten wir nicht richtig oder nicht intensiv genug? Haben wir eine falsche Vorstellung von der Wirkung unserer Gebete? Oder müssen wir uns von dem Gedanken verabschieden, Gott sei ein Automat, wo man oben Gebete reinsteckt und unten kommt dann raus, was wir uns wünschen? Zweierlei Gedanken zum Beten sind mir wichtig: Zunächst: Beten heißt sich verändern lassen und eben nicht Gott verändern wollen. Gott ist nicht Erfüllungsgehilfe meiner Wünsche. Eine bildliche Umschreibung aus der alten Kirche hilft mir weiter: „Menschen, die beten, sind wie Menschen auf einem Schiff. Sie haben es mit einem Seil am Ufer festgemacht. Jetzt ziehen sie mit allen Kräften an dem Seil. Das Ufer bewegt sich nicht, wohl aber das Schiff. Es nähert sich der rettenden Sicherheit des Ufers.“ Wenn ich bete, weitet sich mein Horizont und ich entdecke neue Zusammenhänge. Wenn ich Worte finde für das, was mich bewegt und beschäftigt, wenn ich ausspreche, was mir auf dem Herzen liegt, passiert schon etwas in mir. Ich lerne meinen eigenen Willen besser kennen und taste mich heran an das, was Gott mit mir vorhat. Beten – verändert mich.
Und zum zweiten: Beten heißt das Handeln vorbereiten und eben nicht dem Handeln ausweichen, die Hände falten und dann in den Schoß legen und so Verantwortung abschieben. Beten befreit mich nicht von meinem Engagement, sondern es befreit zum Engagement. Beten heißt: sich nicht abfinden mit dem, was ist. Beten heißt: die Sehnsucht nach Veränderung wachhalten. Beten lehnt sich auf gegen das Unbegreifliche. Ich kann mit anderen klagen und trauern über schlimme Erlebnisse, - auch das tut schon gut. Und miteinander und mit Gott halten wir Ausschau nach dem, was zu ändern ist. Von einem lateinamerikanischen Bauernführer habe ich gelesen, dass er jede seine Aktionen durch Beten und Fasten vorbereitet. Seine Gegner sagen dann: „Pass auf. Er (Cesar Chavez) hat etwas vor. Er betet wieder!“ Beten – bringt mich in Gang. Wär doch schön, wenn man das auch von uns sagen könnte: Passt auf, sie beten wieder, also haben sie etwas vor.
Mit dem Beten, habe ich den Eindruck, fange ich immer wieder von vorne an. Der morgige Sonntag macht mir dazu Mut.


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