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Eine Erleuchtung zum Finale

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Foto: Christine Scheele

Arndt Hoppe


Lübbecke(WB). Der Kirchenkreis begeht das große Reformationsjubiläum mit einem umfangreichen Programm. Glanzpunkt und großes Finale zugleich wird ein großes Fest am Reformationstag, 31. Oktober. »Geplant ist ein künstlerisches und musikalisches Feuerwerk rund um die St.-Andreas-Kirche«, sagt Superintendent Uwe Gryczan. »Unter anderem wird der Turm mit großen Lettern kunstvoll illuminiert.«
Mit diesem Schriftzug aus Licht beteilige sich der Kirchenkreis Lübbecke als einziger in OWL an einem Kunstprojekt mit dem Titel ›Erleuchtet‹ der Münchner Künstlerin Inga Kardys, an dem sich zahlreiche Kirchen vornehmlich im Ruhrgebiet beteiligen.
»Auf dem Turm sollen an diesem Abend in großen leuchtenden Buchstaben Worte und kurze Gedanken projiziert werden.« Anregungen dazu, welche Worte das sein können, kommen aus den Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises. »Wir haben alle angeschrieben. Bis Mitte Mai können sammeln wir die Vorschläge«, sagt Pfarrer Eckhard Struckmeier. Die Ideen sollen sich auf das Kampagnenmotto zum Reformationstag 2017 beziehen. Es lautet »Einfach frei«.
Gefragt seien Glaubenseinsichten, existenzielle Überzeugungen, Fragen, Denkanstöße, Sehnsüchte oder Forderungen. Diese können in elementarer, prägnanter, kreativer oder auch provozierender Form zum Ausdruck gebracht werden. »Der Schriftzug soll auf höchstens 20 Buchstaben oder drei bis fünf Worte beschränkt werden«, sagt er. Einige Gemeinden hätten bereits geantwortet und sogar Konfirmanden-Gruppen mit einbezogen. »Einer der Vorschläge wird dann ausgewählt. Die eingesandten Beiträge, die nicht auf dem Kirchturm zu sehen sein werden, projizieren wir während des Abends mit dem Beamer in der Kirche an die Wand.«
Denn ein gemeinsamer Gottesdienst in der St.-Andreas-Kirche, zu dem alle Gemeinden eingeladen sind, bildet ab 18 Uhr den Auftakt zu diesem großen Reformationsfest. »Anschließend haben die Besucher ab 19.15 Uhr rund um den illuminierten Kirchturm reichlich musikalische und künstlerische Unterhaltung und Gelegenheit zur Begegnung«, kündigt Superintendent Gryczan an. Auch ein Imbiss wird vorbereitet.
Als Auftrittsorte seien neben der Kirche und dem Gemeindehaus auch der Jugendtreff, der Speicher im Burgmannshof und das Blue Mojo vorgesehen, sagt er. »Die ›Locations‹ sind so vielfältig wie das Leben« sagt Pfarrer Struckmeier. »Der Speicher ist für lyrische Beiträge oder vielleicht Kammermusik angedacht. Und Bodo Hundte vom Berufskolleg organisiert für diesen Tag einen Poetry Slam im Jugendtreff.«
Für den musikalischen Part des Programms zeichnet Kreiskantor Heinz-Hermann Grube verantwortlich: »Alle Kirchen- und Posaunenchöre, Gospelchöre, Jugendchöre und Band aus dem Gemeinden sind eingeladen, sich auf verschiedenen Podien in und außerhalb der St.-Andreas-Kirche zu präsentieren«, erklärt er. Jede Gruppe könne bis zu 30 Minuten lang auftreten. Weniger sei auch erlaubt. »Selbst Chöre, die vielleicht sonst keine öffentlichen Auftritte haben, sind herzlich willkommen, etwas beizutragen.« Zum Organisationsteam gehören neben Gryczan, Grube und Struckmeier auch Bodo Hundte, Dr. Katharina Klee, Dr. Peter Groß, Lutz Schäfer und Peter Schmüser vom Stadtmarketing. »Auch die Stadt Lübbecke ist seit einem Dreiviertel Jahr mit im Boot«, sagt der Superintendent.
»Wir versuchen auch mal etwas zentral zu machen«, betont der Superintendent des Kirchenkreises Lübbecke und hofft auf ein großes Fest aller Gemeinden. »Es zeigt das große Spektrum, das wir haben. Es wäre ein Abbild für die Vielfalt in der Einheit«, sagt Pfarrer Eckhard Struckmeier.

Westfalen-Blatt vom 05. Mai 2017
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Erleuchtete St. Andreas-Kirche

Luther-Jubiläumsjahr: Kirchenkreis bereitet großes Fest am 31. Oktober rund um Kirche und historischen Marktplatz vor. Lichtinstallation ist der Hingucker

Von Karsten Schulz

Lübbecke. Seit fast einem Jahr wird schon kräftig am großen Reformationsfest rund um die Hauptkirche des Kirchenkreises Lübbecke geplant. Am eigentlichen Tag der Reformation, dem Tag des Thesen-Anschlags des großen Reformators an der Schlosskirche zu Wittenberg vor 500 Jahren, wird der fast 1.000-jährige Turm des altehrwürdigen Gotteshauses von St. Andreas am Hang des Wiehengebirges erleuchten.

Im Mittelpunkt des zentralen Festes aller knapp 70.000 evangelischen Christen im Lübbecker Land zum Reformationsjahr 2017 soll das Kunstprojekt "Erleuchtet" der Münchener Künstlerin Inga Kardys stehen: Auf dem Turm werden in großen Lettern Worte oder kurze Gedanken zum Thema "Reformation" projiziert. Die Gemeinden des Kirchenkreises werden aufgefordert, Ideen dazu zu benennen. Gefragt wird nach Glaubenseinsichten, existenziellen Überzeugungen, Fragen, Denkanstößen, Sehnsüchten oder Forderungen, die in elementarer, prägnanter, kreativer, auch provozierender Form zum Ausdruck gebracht werden können.

Das verdeutlichten gestern bei der Vorstellung des großen Abschlusstages des Jubiläumsjahres im Andreas-Gemeindehaus Superintendent Uwe Gryczan, Kreiskantor und Kirchenmusikdirektor (KMD) Heinz Hermann Grube und Pfarrer Eckhard Struckmeier sowie die Öffentlichkeitsbebauftragte des Kirchenkreises, Christine Scheele. Mit dem "Erleuchtet"-Kunstwerk wolle man im wahrsten Sinne des Wortes auf sich aufmerksam machen, erläuterte der Chef des Kirchenkreises, Uwe Gryczan, im Gespräch mit der NW. Der Begriff sei sehr passend, denn er könne mehrdeutig verwendet werden. Man könne auch geistige Erleuchtung damit verbinden.

Alle Kirchengemeinden und die synodalen Dienste seien bereits vor vier Wochen angeschrieben und gebeten worden, bis zum 15. Mai Vorschläge für den für alle sichtbaren Text auf dem Turm von St. Andreas zu erarbeiten. Eine Jury, so Gryczan werde dann den (erleuchteten) Text heraussuchen. Er freut sich darüber, dass sich inzwischen sogar Konfirmanden beteiligt hätten, beispielsweise aus Pr. Oldendorf. Dies sei der optische Teil des großen Festes am Reformationstag. Das Vorbereitungsteam hat sich aber noch weitaus mehr ausgedacht. An besagtem Tag soll sich St. Andreas innen und außen, das Gemeindehaus, das Jugendzentrum, die Gaststätte "Blue Mojo", der Speicher des Burgmannshofes und auch der Marktplatz in einen großen Campus des Kirchenkreises verwandeln, auf dem es unterschiedliche Aktivitäten geben wird. "Wir wollen alle Leute in Bewegung setzen und verschiedene Podien aufbauen. In Form von Wandelkonzerten sollen sich die musikalischen Gruppen des Kirchenkreises, Chöre, Posaunenchöre, Bands und andere Ensembles in Kurzkonzerten präsentieren können.

Gerechnet wird mit bis zu 20 Chören und 1.000 Mitwirkenden

Vorgesehen ist am Schluss des Reformationstages - wahrscheinlich noch vor Mitternacht - mit einem großen Schlusschoral auf dem Marktplatz den Tag zu beenden. Gerechnet wird mit bis zu 20 Chören und fast 1.000 Mitwirkenden. Zudem soll es eine Poetry Slam gaben, organisiert von Pfarrer Bodo Hundte und eine kammermusikalische Reihe, organisiert von Pfarrer Jürgen Gisczas. Auch alle Schulen im Kirchenkreis sind angeschrieben worden sich an diesem Tag zu beteiligen.

Knapp 50 Kirchengemeinden in der Landeskirche beteiligen sich am Projekt "Erleuchtet". "Östlich des Ruhrgebietes ist Lübbecke der einzige ländlich-strukturierte Kirchenkreis, der mitmacht", so Gryczan. Er lädt am 31. Oktober bereits um 18 Uhr zu einem zentralen Festgottesdienst zum Reformationstag in die St. Andreas-Kirche ein. Als Prediger konnte der bekannte Theologe und Neutestamentler Helmut Schwier gewonnen werden.

Neue Westfälische vom 05. Mai 2017


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