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Illu


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Stabat Mater

 

Christine Scheele

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Zu einem besonderen Höhepunkt der Passionsmusik luden in diesem Jahr die Kirchengemeinden Nettelstedt, Hüllhorst und Espelkamp ein. Ebenso wie in katholischen Kirchen führten sie das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi auf. Das letze Stück, das der Komponist, der schon mit 26 Jahren starb, komponierte, gehört zu den eindringlichsten und emotionalsten geistlichen Musiken, die es gibt. „Wir bekommen eine Ahnung von dem Schmerz einer Mutter!“ sagte Pfarrerin Britta Mailänder nach dem Konzert. Sopran Dorota Dobrolinska-Struck, Meezzosopran Anna Janiszewski und Hae kyung Salvesen-Choi an der Orgel, ließen mit ihrem musikalischen Ausdruck dieses Gefühl spürbar werden.
Stabat Mater beschreibt den eigentlich unausdrückbaren Schmerz Marias am Kreuz und dem Wunsch, durch das eigene Empfinden in das Heilsgeschehen hineingenommen zu werden.
Schon nach den ersten sanften Orgeltönen gingen die Stimmen durch Mark und Bein. Salvesen Choi schuf mit der Orgel den Rahmen, in dem sich das emotionale Geschehen in sicherer Intonation entfalten konnte, ohne das es opernhaft wirkte.
Dobrolinska-Struck führte in ihrer kraftvollen Stärke tiefe Erschütterung vor. Große Tonabstände wurden mit Leichtigkeit gemeistert.
Anna Janiszewski, die Mezzosopran sang, öffnete die Herzen für den stillen Schrei, die Verzweiflung, die die Bedeutung der Worte zurücklässt und sich ganz dem Schmerz überlässt.
Die Konzertbesuchenden in der Nettelstedter Gabrielkirche konnten sich auf diese Intensität der Gefühle einlassen. Sie wurden berührt von den Abgründen, die ein Mensch erlebt, der einen geliebten Menschen verliert, von einer Mutter, die ihr Kind sterben sieht, sie erlebten einen erschütternd schönen Musikabend, wurden aber nicht von ihm aufgesogen.
Es war ein berührendes Konzert, das die Gefühle in der Passionszeit fokussiert, auf einen Punkt lenkt. Dieser Punkt heißt Mitgefühl und ist für alle Mütter bis heute geschrieben, die ein Kind durch Gewalt, Hass, Krieg oder Gleichgültigkeit verloren haben. Im Vordergrund stand das persönliche Erleben, das in dem Schmerz auch die Sehnsucht nach Heil und Erlösung spürbar werden ließ. Der Philosoph und Musikkenner Theodor Adorno schreibt:“ Leiden beredt werden zu lassen ist Bedingung aller Wahrheit. Leiden ist Objektivität, die auf dem Subjekt lastet.“ So wurde auch im Sterben vom Leben gesungen.


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