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modus novus

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Zeitgenössische Musik und Shakespeare-Texte erklangen im Kirchenschiff
Kammerchor "modus novus": Trotz kurzer Probenzeit ein gelungenes Konzert.

Von Robert Rolf Grundmann
Lübbecke-Blasheim. Constanze Pitz, seit 2016 Leiterin des Clara-Schumann-Kammerchors Düsseldorf, war kurzfristig für den Leiter von "modus novus, Prof. Fritz ter Wey, eingesprungen und hatte auch das Dirigat beim Konzert in der Blasheimer Kirche am Samstag übernommen. Die so fehlende Probenzeit war auch der Grund dafür, die zwei Stücke aus "Three Shakespeare Songs" von Ralph Vaughan-Willams aus dem Programm zu nehmen.
Zu Recht wurde diese Programmkürzung vom Publikum bedauert, das ansonsten von den Stimmen des Kammerchores aufs Feinste verwöhnt wurde.
Einstimmig, vierstimmig, sechsstimmig und auch beim einem kurzen Solopart Christian Bardiczewskis, es war ein Genuss, dem Ensemble zu lauschen. Sopran, Alt, Tenor und Bass, alle fügen sich harmonisch – mal zart, mal kraftvoll – zu– und ineinander, geführt von Constanze Pitz' Blicken und zurückhaltenden Bewegungen.
„Ausreißer“ im musikalischen Programm war Peter Cornelius als Komponist des 19. Jahrhunderts mit „Ich will Dich lieben, meine Krone“. Knut Nystedt (1915-2014) mit „Kyrie und Sanctus“ und drei englischen Liedern, Ildebrando Pizetti (1880-1968) mit zwei Liedern und Frank Martin (1890-1974) mit „Gloria und Credo“ vertraten auf ihre je eigene Weise das 20. Jahrhundert. Mit dem Zeitgenossen Matthew Harris (*1956) kam Shakespeare zu Wort und damit der weltliche Teil. "And Will A'Not Come Again", "Sigh No More, Ladies" und "O Mistress Mine" waren die Texte d e s englischen Dichters überschrieben.
Die durch den starken Applaus „geforderte“ und von Pfarrer Friedrich Stork erbetene Zugabe stammte aus der Feder der zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Claudia Bigel: "Where Two Or Three Are Gathered".
Der seit fast 20 Jahren bestehende Chor erarbeitet bevorzugt zeitgenössische A-Capela-Werke und Chormusik des 19. Jahrhunderts, war aber auch an der Aufführung und Einspielung von Felix Mendelssohn Bartholdys Oper “Die Hochzeit des Camacho“ beteiligt. Er kann auf die Beteiligung an verschiedenen Festivals zurückblicken und auf die Einspielung einiger CDs mit unterschiedlichen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, zum Beispiel den Werken skandinavischer Komponisten. Zum Repertoire gehören auch Werke, die mit Orchester aufgeführt werden. Die Palette reicht hier von Johann Sebastian Bach bis Mauricio Kagel.
Pfarrer Friedrich Stork dankte allen Mitwirkenden und versprach der Chorleiterin für den nächsten Auftritt gleich zwei Blumensträuße, denn an diesem Abend habe er es versäumt, ein solches buntes Gebinde als Zeichen des Dankes zu besorgen. Zum Abschluss seiner kleinen Rede lud er das Publikum und den Chor noch zum Imbiss mit Knabbereien, Wein und anderen Getränken in das Seitenschiff ein.

Rein und strahlend schön
Chor Modus Novus beeindruckt Konzertbesucher mit Dynamik und Tiefe

 

 

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Cornelia Müller


Blasheim (WB). Dreimal ist der Kammerchor Modus Novus unter seinem Gründer und Leiter Fritz ter Wey schon in Blasheim aufgetreten. Am Samstag ist der Kammerchor hier ein weiteres Mal zu Gast gewesen und bestätigte den hervorragenden Eindruck, den er bei seinen bisherigen Besuchen hinterlassen hatte. Geleitet wurde er diesmal von Constanze Pitz, die Fritz ter Wey in dieser Funktion überzeugend vertrat.
Das Programm war eine Mischung aus geistlicher und weltlicher Musik, vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Der vielfach ausgezeichnete Kammerchor hat hier seinen Schwerpunkt. In den vergangenen Jahren hat er sich besonders intensiv mit dem Werk skandinavischer Komponisten befasst. Zum Auftakt des Konzertes erklang dann auch ein Auszug aus der Missa Brevis des norwegischen Komponisten Knut Nystedt. Das harmonisch sehr komplexe »Kyrie« und ein strahlendes »Sanctus« ließen gleich aufhorchen, so dass Pfarrer Friedrich Stork, der die musikalischen Gäste und die Zuhörer begrüßte, beeindruckt feststellte: »Das fängt ja wieder gut an.«
Im Mittelpunkt des nächsten Programmblockes standen die »Tre Composizioni Corali« des italienischen Komponisten Ildebrando Pizzetti und weitere geistliche Werke von Knut Nystedt. Danach wandte sich Modus Novus einem ganz anderen Thema und einer ganz anderen Farbe neuer Musik zu: Matthew Harris' »Shakespeare Songs«. Mit diesen konnte der Chor bereits bei seinem Auftritt in der St.-Marien-Kirche von drei Jahren begeistern und wieder sprachen die kunstvoll gesetzten Lieder mit ihren fast traditionell wirkenden Melodien unmittelbar an. Das war wirklich Shakespeare fürs Ohr – spannend, wirkungsvoll, hinreißend dynamisch gesungen.
Mit Frank Martins Messe für Doppelchor, aus der der Chor das »Gloria« und das »Credo« sang, sollte der eigentliche Höhepunkt des Konzertes erst noch folgen. Constanze Pitz erläuterte: »Der Schweizer Komponist hat die Messe als einen Dialog zwischen sich und Gott geschrieben und wollte selbst nicht, dass sie veröffentlicht wird. Also verschwanden die Noten zunächst in der Schublade. Als man sie nach seinem Tod wiederfand, entschloss man sich, sie trotzdem zu veröffentlichen, weil die Messe eine Perle der Chormusik ist, an der die Welt teilhaben sollte.« Und genau so klang das doppelchörige Werk in der Blasheimer St.-Marien-Kirche auch: rein und strahlend schön wie eine Perle, in seiner Dramatik zugleich aber musikalisches Zeugnis tiefer Religiosität.
Dass das Publikum die Sängerinnen und Sänger nach diesem Programm nicht ohne eine Zugabe gehen lassen wollte, verstand sich von selbst. Chorleiterin Constanze Pitz wählte Claudia Biglers »Invocation« als ruhigen Ausklang des Konzertes, das bestimmt nicht der letzte Auftritt von Modus Novus in Blasheim bleiben wird.


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