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Kirchen wollen sich vereinigen

Kirche wandelt sich


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Zusammenschluss: In zwei Gemeindeversammlungen wurde gestern über die
geplante Fusion der Kirchengemeinde Hüllhost mit Oberbauerschaft informiert
Von Kirsten Tirre NW10.3.

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Hüllhorst-Oberbauerschaft. Die Kirchengemeinden Hüllhorst und Oberbauerschaft wollen eine Gemeinde werden. So wünschen es sich die Presbyterien.
In ihren Sitzungen Anfang Januar fassten die Presbyterien Hüllhorst und Oberbauerschaft einen Tendenzbeschluss, der vorsieht, die beiden Kirchengemeinden zu vereinen. Seit Januar 2016 sind sie bereits pfarramtlich verbunden. "Die Erfahrungen mit der Zusammenarbeit sind sehr gut, die Presbyterien können sich daher vorstellen, in Zukunft als eine Gemeinde zu arbeiten", sagte gestern Pfarrerin Kristina Laabs in einem Pressegespräch. Dazu seien allerdings rechtliche Schritte notwendig, die gegangen werden sollen.
In zwei Gemeindeversammlungen, die Superintendent Uwe Gryczan leitete, wurde gestern Abend dazu das Gespräch mit der Gemeinde gesucht.

Die Fusion könnte bereits am 1. Juli vollzogen werden
Die Gemeindestruktur sei momentan sehr kompliziert, da Pfarrer Jens Weber jeweils eine halbe Stelle in Oberbauerschaft und Hüllhorst habe, Pfarrerin Kristina Laabs die zweite halbe Stelle in Hüllhorst. Nach der Vereinigung wäre Laabs alleinige Ansprechpartnerin in Oberbauerschaft, Weber in Hüllhorst. So schaffe die Vereinigung Klarheit bei der Zuständigkeit, was eine deutliche Verbesserung der Gemeindearbeit zur Folge habe.
Neben der Klärung der Arbeitssituation ist auch der demografische Wandel im Blick. "Um auch in Zukunft bei sinkenden Gemeindegliederzahlen die beiden Pfarrbezirke gut versorgen zu können, ist eine Vereinigung sinnvoll", so Pfarrer Weber. Die zusammengeführte Kirchengemeinde hätte rund 3.300 Mitglieder. Der Zuspruch der Mitglieder in der Gemeindeversammlung ist Teil des Verfahrens.
Die Vereinigung sieht vor, dass beide Kirchen, Gemeindehäuser und Pfarrbüros erhalten bleiben. Kreise und Chöre sollen eigenständig bleiben. Die bisherigen Kooperationen bleiben bestehen, so der gemeinsam herausgegebene Gemeindebrief "Wegweiser", der Gottesdienstplan und die Kooperation beim Konfirmandenunterricht. Nach der Vereinigung soll es ein großes Presbyterium geben, das paritätisch besetzt ist. Haushalte und Finanzen würden zusammengelegt. Die neue Kirchengemeinde soll den Namen tragen: "Ev.-Luth. Kirchengemeinde Hüllhorst-Oberbauerschaft". Ein gemeinsames Kirchsiegel werde erstellt.
Das sollen die nächsten Schritte sein: die Presbyterien bitten den Kreissynodalvorstand (KSV) des Ev. Kirchenkreises Lübbecke, der Vereinigung zuzustimmen und dieses Anliegen an das Landeskirchenamt weiterzuleiten. Nach Genehmigung könnte die Fusion am 1. Juli vollzogen werden.

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Oberbauerschaft/Hüllhorst(WB). Ein Jahr lang haben sie sich schon angenähert, nun sollen die Kirchengemeinden Hüllhorst und Oberbauerschaft vollends zusammenwachsen. Diesen »Tendenzbeschluss zur Vereinigung« haben die beiden Presbyterien freiwillig und einstimmig gefasst. Am Donnerstagabend wurde mit den Gemeindemitgliedern gesprochen.

Die Kirchengemeinden sind seit dem 1. Januar 2016 pfarramtlich verbunden. »Die Vereinigung ist also ein weiterer Schritt auf dem Weg der Kooperation«, sagt Superintendent Dr. Uwe Gryczan. Die verantwortlichen Gremien haben durchweg positive Erfahrungen mit der pfarramtlichen Verbindung gemacht. »Wir haben gut harmoniert und gut zusammengearbeitet«, betont Pfarrer Jens Weber.

Mit der Vereinigung sollen noch mehr Synergieeffekte entstehen und klarere Strukturen geschaffen werden. »Dafür gibt es in der Kirchengemeinde ein großes Verständnis und sehr viel Wohlwollen«, sagt Pfarrerin Kristina Laabs, die sich bislang eine Stelle in Hüllhorst mit Pfarrer Jens Weber geteilt hat. Nach der Fusion wäre Laabs alleinige Ansprechpartnerin in Oberbauerschaft mit einer halben Stelle, Weber der alleinige Ansprechpartner in Hüllhorst mit einer vollen Stelle. Darin sehen alle Beteiligten eine deutliche Verbesserung der Gemeindearbeit. Weber: »Durch die Zweiteilung auf Oberbauerschaft und Hüllhorst hatte ich allein 22 Presbyteriumssitzungen im Jahr, das halbiert sich jetzt. Somit habe ich Zeit für andere Aufgaben.«

Neben der Klärung der Arbeitssituation ist auch der demografische Wandel im Blick. Angesichts sinkender Gemeindegliederzahlen sollen die beiden Pfarrbezirke auch in Zukunft gut versorgt werden. Der Superintendent verwies auf anstehende Veränderungen wie die Kirchenkreiskonzeption, für die man mehr Power habe. »Wir sind breiter aufgestellt und haben mehr Kompetenz.« Wichtig sei auch, dass die Vereinigung nicht aus finanziellem Druck heraus umgesetzt werden solle.

Die Vereinigung sieht konkret vor, dass beide Kirchen, beide Gemeindehäuser und beide Pfarrbüros erhalten bleiben. Auch die Kreise und Chöre bleiben nach wie vor eigenständig. Die bisherigen Kooperationen bleiben weiter bestehen: der gemeinsam herausgegebene Gemeindebrief, der gemeinsame Gottesdienstplan und die Kooperation beim Konfirmandenunterricht. Es wird ein großes Presbyterium geben. Hierin sollen Oberbauerschaft und Hüllhorst in gleicher noch nicht festgelegter Zahl vertreten sein – derzeit gibt es acht Presbyterstellen in Hüllhorst und acht in Oberbauerschaft, wobei eine unbesetzt ist. Die Haushalte und Finanzen werden ebenfalls zusammengelegt. Die neue Kirchengemeinde soll den Namen »Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Hüllhorst-Oberbauerschaft« tragen, ein neues Kirchensiegel wird ebenfalls erstellt.

Etwa 60 Personen kamen jeweils zu der Gemeindeversammlung in Hüllhorst und Oberbauerschaft. Anwesende hatten vor allem Fragen zur Gestaltung des Gemeindelebens und zum weiteren Verlauf des Prozesses. Tenor war ebenfalls, dass Transparenz wichtig sei. »Wir wollen die Gemeindeglieder weiterhin auf dem Laufenden halten«, betonte Weber. Insgesamt sei das Vorhaben in beiden Orten sehr gut aufgenommen worden. Weitere Schritte: Die Presbyterien bitten den Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Lübbecke, der Vereinigung zuzustimmen und an das Landeskirchenamt weiterzuleiten. Nach dessen Genehmigung soll die Vereinigung am 1. Juli 2017 vollzogen werden. Weber: »Auch die Zustimmung der Bezirksregierung Detmold ist vonnöten. Das wird kein Problem sein, nur dauert das natürlich alles seine Zeit. Von uns aus ist alles auf Grün gestellt.«

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Text und Foto: Kathrin Kröger im Westfalen-Blatt von Samstag, den 11. März 2017

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Erste Fusion im Kirchenkreis

Wichtiger Schritt: Die geplante Vereinigung der evangelischen Kirchengemeinden Hüllhorst und Oberbauerschaft findet auch bei den Gemeindemitgliedern breite Zustimmung

Von Kirsten Tirre und Sigrid Dittmann

Hüllhorst. Es sei ein weiser Beschluss für die Zukunft, sagte Superintendent Uwe Gryczan. Die beiden Kirchengemeinden Hüllhorst und Oberbauerschaft wollen sich zu einer Kirchengemeinde vereinen. Es wäre die erste Fusion im evangelischen Kirchenkreis Lübbecke. In zwei Gemeindeversammlungen am Donnerstag in Oberbauerschaft und Hüllhorst signalisierten die Gemeindemitglieder Zustimmung.
Die beiden Gemeinden sind seit Januar 2016 pfarramtlich miteinander verbunden und kooperieren bereits beim Konfirmandenunterricht oder beim gemeinsamen Gemeindebrief miteinander. Bislang allerdings hatte Pfarrer Jens Weber eine halbe Stelle in Hüllhorst und Oberbauerschaft und Pfarrerin Kristina Laabs die zweite halbe Stelle in Hüllhorst. "Es gingen viele Ressourcen verloren", warben die beiden Pfarrer am Donnerstag für die Zusammenlegung. Pfarrer Jens Weber wäre künftig alleiniger Ansprechpartner für Hüllhorst, Kristina Laabs zuständig für Oberbauerschaft. Für Pfarrer Jens Weber würde sich allein die Zahl der Presbyteriumssitzungen von 22 auf dann elf im Jahr reduzieren. Der Zeitgewinn käme anderen Aufgaben zugute. Geplant ist, dass die Presbyterien nach der Fusion zu einem zusammenwachsen. Trotz unterschiedlicher Gemeindegrößen - Oberbauerschaft hat rund 1.750 Mitglieder, Hüllhorst rund 2.600 Mitglieder - wäre das Leitungsgremium paritätisch besetzt. Wenn der Kreissynodalvorstand (KSV), die Landeskirche und auch die Bezirksregierung der Fusion zustimmen, würden beide Presbyterien zunächst aufgelöst, wie Superintendent Gryczan erläuterte, der auch beide Gemeindeversammlungen leitete. Ein Bevollmächtigtenausschuss würde die Aufgaben bis zur regulären oder vorgezogenen Wahl des neuen Presbyteriums übernehmen. Auch über die Leitung haben sich die Pfarrer schon Gedanken gemacht. Der Vorsitz soll rotieren. Drei Jahre würde Pfarrer Weber dem Presbyterium vorstehen, zwei Jahre Kristina Laabs. "Es gibt im Vorfeld einer Vereinigung vieles zu prüfen", so Gryczan. Hier hätten die Presbyterien, die im Januar einen Tendenzbeschluss fassten, gute Vorarbeit geleistet. Vorgesehen ist, dass beide Kirchen, beide Gemeindehäuser und beide Pfarrbüros erhalten bleiben. Auch die Chöre und Kreise bleiben eigenständig. Zusammengelegt werden die Haushalte und Finanzen.
Grüne Zettel für Chancen, orange für Bedenken
"Das Kirchturmdenken haben wir in den vergangenen zwei Jahren durch gemeinsame Projekte schon fast überwunden", sagte Wolfgang Fischer vom Presbyterium Oberbauerschaft. Der Wunsch nach einer Vereinigung der beiden Gemeinden sei denn auch von innen heraus gewachsen. Die neue Kirchengemeinde Hüllhorst-Oberbauerschaft mit dann rund 4.350 Mitgliedern sei auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels für die Zukunft gut aufgestellt. "Das bringt noch mehr Power und Gestaltungsmöglichkeiten", sagte Gryczan. "Jetzt dürfen wir zusammenwachsen", so Pfarrer Weber, "irgendwann müssten wir es."
Betont wurde in den Gemeindeversammlungen auch, dass ein einfacher Wechsel der Pfarrer im bisherigen Verbund nicht möglich gewesen wäre. Es hätte ein ganz neues Besetzungsverfahren gebraucht. Weil Transparenz und Beteiligung gegeben sein solle, wollten Pfarrer und Presbyterien auch die Meinung der Gemeindemitglieder hören. "Das ist auch Teil des Verfahrens", so Gryczan. Die beiden Versammlungen in den jeweiligen Gemeindehäusern waren gut vorbereitet worden. Nach einleitenden Worten zum Vorhaben wurden verschiedenfarbige Zettel verteilt. Auf die gelben konnten die Gemeindemitglieder Fragen notieren, auf die roten Befürchtungen und auf die grünen Chancen, die gesehen werden. Das Bild war eindeutig. Die gelben und grünen Zettel waren in der Überzahl, Bedenken gab es nur wenige. Auf alles wurde eingegangen. Der Kindergarten in Oberbauerschaft werde von der Fusion überhaupt nicht tangiert, so Pfarrerin Laabs auf eine Befürchtung hin und selbstverständlich werde auch kein Pfarrbezirk bei den Finanzen benachteiligt. "Habe nichts zu meckern, aber die Zeit wird es zeigen", hatte ein Gemeindemitglied in Oberbauerschaft auf den Zettel geschrieben. Oder auch: "Eine Vereinigung ist immer besser als eine Übernahme."
Offene Fragen wurden in Oberbauerschaft ebenso wie in Hüllhorst umfassend beantwortet. So auch die Frage der unterschiedlichen Gottesdienstzeiten um 9.30 Uhr und um 11 Uhr. Hier sei zum Beispiel ein jährlicher Wechsel denkbar. Das aber kann und soll alles noch besprochen werden, ebenso die Gestaltung des künftigen Siegels. Drei Vorschläge lägen dazu vor, so Laabs. Einer stellt die Lutherrose in den Mittelpunkt, weil die Vereinigung im Refor-mationsjahr erfolgen soll. In Hüllhorst kam der Vorschlag schon einmal gut an.
Doch vor dem neuen Siegel steht jetzt erst einmal die Genehmigung der Fusion. Dazu werden die Protokolle aus den Versammlungen an das Kreiskirchenamt und die Landeskirche weitergeleitet. Läuft alles glatt, soll die Vereinigung bereits am 1. Juli vollzogen werden.

Neue Westfälische vom 11. März 2017


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