{=webseitetitle=}

Illu


Inhalt

Dr. Uwe Gryczan

Seelsorger, Begleiter und Wächter – Dr. Uwe Gryczan wird morgen als neuer Superintendent des Kirchenkreises Lübbecke in sein Amt eingeführt

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

Anja Schubert


Lübbecke. Wenn am morgigen Freitag gegen 18 Uhr die Glocken der St. Andreaskirche in Lübbecke erklingen, hat der Kirchenkreis Lübbecke offiziell einen neuen Superintendenten. Dr. Uwe Gryczan wird dann von der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschuss, in einem feierlichen Gottesdienst, der um 17 Uhr beginnt, in sein Amt eingeführt.
Die Kreissynode hatte den Pfarreraus Warendorf im November zum neuen Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Lübbecke gewählt. Wir nutzten vorab die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch, um mehr über Motivation und Selbstverständnis, Entwicklungen, Ziele und Perspektiven für sich und den Kirchenkreis zu erfahren und zudem auch den Menschen Uwe Gryczan näher kennenzulernen.

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

„Ich wollte noch einmal eine neue Herausforderung annehmen“, so der 54-jährige auf die Frage, was ihn zur Kandidatur bewogen habe. „Verantwortung zu übernehmen und konzeptionelles Gestalten liegt mir und ich habe gelernt mit Strukturveränderungen umzugehen“, sieht er seine Stärken in der Superintendentenstelle vereint. Darüber, dass ihn zahlreiche Herausforderungen erwarten, ist er sich im Klaren. „Wir dürfen die Augen vor Veränderungen nicht verschließen, weder vor den demografischen noch wirtschaftlichen. Und wir sollten die derzeitige Verschnaufpause nutzen, um in der Zukunft handlungsfähig zu bleiben. Wir müssen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen, bevor wir irgendwann unter Zugzwang geraten.“ Veränderungen sehen und aufgreifen, an bewährtem festhalten und neue Konzeptionen und Wege finden, wo es Not tut, sei das Ziel. „Dabei dürfen die neuen und sozialen Medien nicht außen vor bleiben, was jedoch nicht heißen soll, dass man auf jeden Zug aufspringen muss.“ Es müsse gezielt geprüft werden, welcher Schritt wann sinnvoll sei.


Dieses Bild ist nicht vorhanden.

„Ich möchte den Ball des Kirchenkreiskonzeptes aufnehmen, das bis 2018 fertig gestellt sein soll. Wir brauchen eine klare Strukturierung wie Kirche im Lübbecker Land zukünftig sein soll und auch nach außen hin kommuniziert wird.“ Das impliziere jedoch keine Vereinheitlichung der Gemeinden. „Im Gegenteil, jede Gemeinde soll ihren Stärken nachgehen. Ein bunter Blumenstrauß voller Angebote, ist das, was wir den Menschen auch auf lange Sicht bieten müssen und wollen“. Nicht überall könne alles angeboten werden. „Jede Gemeinde kann ihre Stärken herausarbeiten und gemeindeübergreifend Interessierte beteiligen. Neben der ‚Kür’ darf die ‚Pflicht’ jedoch nicht vergessen werden“, so Gryczan mit Blick auf die Basisangebote. Eine vernetzte Vielfalt sei das Ziel, das mit einer klaren Konzeption möglich sei. Das bedeute für die Ehrenamtlichen auch in Teilen eine Erleichterung. „Gerade sie sind es, die wir mit ihrem Engagement sehr ernst nehmen müssen“, sprach er seine Wertschätzung aus. Beeindruckt zeigte sich Gryczan bereits jetzt von dem Einsatz der zahlreichen Engagierten in den Gemeinden. „Hier im Kirchenkreis hat man alles andere als das Gefühl, dass sich Kirche zurückzieht. Die evangelische Kirche ist präsent, das zeigt gerade jetzt das Engagement der vielen Flüchtlingshelfer.“
Konzeptionen, Strukturierung, Finanzen, Verantwortung für 19 Gemeinden mit derzeit rund 65.000 Mitgliedern. – Das klingt alles sehr bürokratisch, doch die Gefahr der Veränderung hin zum reinen Verwaltungsmenschen sieht Gryczan nicht. „Als Superintendent bin und bleibe ich weiterhin Pfarrer und Hirte im Sinne meiner Ordination vor 25 Jahren. „Ich möchte vor allem Seelsorger, Berater und Begleiter für die Kollegen sein.“ Natürlich sei die Superintendentenstelle auch ein Wächteramt. „Das bedeutet, Probleme ansprechen und lösen. Das möchte ich aus geschwisterlicher Sicht tun.“
Zunächst möchte Gryczan möglichst viele Menschen in den Gemeinden kennenlernen. „Das wird einfacher, wenn ich mit meiner Familie ins benachbarte Pfarrhaus gezogen bin, das derzeit noch renoviert wird.“ Gryczan ist verheiratet und stolzer Vater dreier Kinder im Alter von 13, 16 und 23 Jahren. „Meine Frau hat mir über die Jahre immer den Rücken gestärkt und sich viel im ehrenamtlichen Bereich engagiert. Daran wird sich auch weiterhin nichts ändern“, freut sich der gebürtige Gelsenkirchener dankbar, nicht nur auf die Menschen, sondern auch auf die Region. Musikalisch begabt mit einem Faible für das Orgel und Klavierspiel, für Bach-Klänge und kirchliche Popularmusik zählen Fotografieren und Radfahren zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen des neuen Kirchenoberhauptes. Die Frauenhilfe seiner ehemaligen Warendorfer Gemeinde hat diesbezüglich bereits gut Vorsorge getroffen: Sie schenkte ihm einen Radwanderführer für den Mühlenkreis. Erst am vergangenen Sonntag war der scheidende Gemeindepfarrer mit einem bewegenden Gottesdienst von seinen Schäfchen verabschiedet worden. „Viele Kontakte und enge Verbindungen haben sich über mehr als zwei Jahrzehnte aufgebaut. Da sind auch viele Tränen geflossen“, so Gryczan noch immer überwältigt und zugleich überzeugt, auch im Lübbecker Land bald viele neue Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen zu können.


"Sehe mich auch als Wächter"
Gespräch mit dem neuen Superintendenten: Uwe Gryczan freut sich auf seine neue Aufgabe im Lübbecker Land. Kirchenkreiskonzept weiter vorantreiben

Von Karsten Schulz

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

Lübbecker Land. Erst wenn er von der Präses der Landeskirche Westfalen, Anette Kurschus, am Freitag in der Andreaskirche Lübbecke seine Urkunde erhalten hat, ist er offiziell im Dienst. "Ab 18 Uhr ist mein Arbeitsplatz in Lübbecke. Und den dritten Teil des Gottesdienstes und vor allem auch die Predigt werde ich dann auch übernehmen", sagt Uwe Gryczan gestern im Gespräch mit der NW im Kirchenkreisgebäude am Geistwall in Lübbecke. Darin werde er die "Erwartungen, die die Menschen haben, aufnehmen". Man dürfe nicht "an den Menschen vorbeireden"

Der neue oberste Repräsentant der 65.000 evangelischen Christen im Lübbecker Land freut sich auf seine "neue berufliche Herausforderung". Jetzt könne er Verantwortung übernehmen, konzeptionell denken, planen und gestalten. Anders als bisher könne und müsse er übergemeindlich Verantwortung übernehmen. Und das habe ihn gereizt.

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

Erst am Sonntag war er von seiner Warendorfer Gemeinde verabschiedet worden. "Die Kirche war so voll, wie sonst nur Heiligabend. Darüber habe ich mich sehr gefreut", so Gryczan. Er gehe mit einem "lachenden und einem weinendem Auge". Es seien "etliche Tränen geflossen", tief sei er mit seiner Familie inzwischen dort verwurzelt. Dennoch werde er nach der Amtseinführung durch die Präses sofort seine Dienstwohnung in der Nähe seines neuen Wirkungsgebietes beziehen. Und nach eingier Zeit werde auch die Familie nachziehen, bis auf seine 23 Jahre alte Tochter, die kürzlich im Raum Stuttgart eine Anstellung gefunden habe.

Trotz aller Verwaltungsaufgaben, die er zukünftig habe, bleibe er Pfarrer und dem Ordinations-Gelübde verbunden. Er sehe sich als "Hirte der Pastoren" an. Begleiter und Seelsorger sei er, wenn er gefragt werde. Er sehe sich auch als "Wächter", der Probleme erkenne, aufgreife und auch lösen helfe. Als Dienstvorgesetzter komme es immer darauf an "wie man miteinander spricht". Die anstehenden Veränderungen in der Kirche, vor allem hervorgerufen durch den Demografie-Wandel, sieht Gryczan als Herausforderung. Der evangelischen Kirche komme im Lübbecker Land die Aufgabe zu, die die katholische Kirche in Warendorf und Münster habe. Deshalb sei er nicht der Meinung, dass sich Kirche zurückgezogen habe. "Manchmal haben wir nicht immer nach außen deutlich werden lassen, welche hervorragende Arbeit in der evangelischen Kirche und vor allem von den Ehrenamtlichen in unseren Gemeinden geleistet wird", sagt Gryczan deutlich. Er weist vor allem auf die Flüchtlingsarbeit und die vielen Initiativen hin, die es inzwischen gebe. "Hier gibt es ein unheimliches Engagement."

Natürlich müsse man sich mit den neuen Medien auseinandersetzen. Dies sei vor allem in der Jugendarbeit wichtig. Dennoch warnte er davor, "nicht auf jeden Zug sofort aufzuspringen". Er verfahre nach dem Motto: "Prüfet alles und behaltet das Gute." Persönliche Gespräche und Begegnungen seien immer noch die Basis des menschlichen Handelns.

Weiter vorantreiben möchte Gryczan die Erarbeitung eines Kirchenkreiskonzeptes. Zu beantworten seien die Fragen: "Wie wollen wir Kirche im Lübbecker Land sein? Wo wollen wir Prioritäten setzen? Gemeinden sollten unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Gryczan: "Meine Vorstellung ist es, einen Blumenstrauß mit bunten Angeboten im Kirchenkreis zu haben."

Sein Steckenpferd sind die Gottesdienste. Da ist er ganz offen. Der traditionelle ist ihm genauso wichtig wie ein moderner oder experimenteller. Das gilt auch für die Kirchenmusik. Der Bach-Fan mag genauso das neue geistliche Lied oder Gospels.

Und ist Gryczan mal einmal nicht im Büro wird man ihn wahrscheinlich häufiger mit seiner Familie per Rad unterwegs im Mühlenkreis erleben. Die Warendorfer Frauenhilfe schenkte ihm zum Abschied einen Fahrrad-Reiseführer "Unterwegs im Mühlenkreis" .
NW3.2

 

»Kirche besteht aus Menschen«
Designierter Superintendent Dr. Uwe Gryczan wird am Freitag ins Amt eingeführt

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

Von Rajkumar Mukherjee

Lübbecke(WB). Als einen »großen Schatz« sieht Dr. Uwe Gryczan die Gemeinschaft der Kirchenglieder und der ehrenamtlichen Helfer. Ihren Platz innerhalb des Kirchenkreises Lübbecke will der designierte Superintendent weiter stärken.

An diesem Freitag tritt Uwe Gryczan (54) wie berichtet die Nachfolge von Dr. Rolf Becker an. Am feierlichen Gottesdienst, der um 17 Uhr in der St. Andreaskirche beginnt, wird auch Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und stellvertretende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, teilnehmen.

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

Noch ist Uwe Gryczan bis Donnerstag als Pfarrer in Warendorf tätig. 25 Jahre wirkte er dort. »Mein Dienst wird offiziell mit der Einführung beginnen, mit allen Rechten und Pflichten«, sagt er. Auch die Dienstwohnung neben dem Kreiskirchenamt hat die Familie, zu der eine Tochter (23) und zwei Söhne (13, 16 ) gehören, noch nicht bezogen, sie wird derzeit renoviert. Noch also pendelt der designierte Superintendent.

Der 54-Jährige freut sich darauf, den Kirchenkreis mit derzeit etwa 65 000 Kirchengliedern kennenzulernen. Als Ansprechpartner in der Verwaltung und der Synode sowie für die Pfarrer sieht er sich: »Ich verstehe mich als ›Hirte der Pfarrer‹ und möchte da sein, wenn ich um Rat gefragt werde. Zugleich hat der Superintendent ein Wächteramt, das ich wahrnehmen möchte, wenn Probleme offensichtlich werden«, sagt Uwe Gryczan, der Gottesdienste als ein Steckenpferd betrachtet: »Da bin und bleibe ich Pfarrer.«

Demografischer Wandel, Überlegungen zu Fusionen und ein Finanzetat – die Herausforderungen für die Evangelische Kirche sind da. »Ich sehe uns aber in einer Verschnaufpause, die wir nutzen müssen«, sagt Uwe Gryczan. Im Kreis Lübbecke sei die Evangelische Kirche zwar nach wie vor stark und Ansprechpartner für viele soziale Angebote. Doch der Kirchenkreis müsse weiter an dem von der Synode gewünschten Konzept bis 2018 arbeiten. »Wir brauchen Klarheit bei der Frage: ›Wie wollen wir die Kirche im Lübbecker Land in Zukunft gestalten‹«, sagte Uwe Gryczan.

Ein Ansatz bleibe die mögliche Vernetzung der Gemeinden. Die »Plicht« sei es hier, die »Vielfalt kirchlicher Angebote zu bündeln«, zur Entlastung einzelner Gemeinden. Die »Kür« sei es für ehrenamtlich tätige Gemeindeglieder, sich in jenen Bereichen zu engagieren, die ihnen Spaß machen. »Dabei kann ich mir durchaus vorstellen, dass man von Espelkamp in die Rahdener Gemeinde fährt«, sagt Uwe Gryczan. Auch sei es denkbar, dass Medien wie das Internet oder sogenannte Apps für das Smartphone in Zukunft Kirchennachrichten verbreiten. Letztlich zähle aber immer noch die persönliche Begegnung. »Kirche besteht aus Menschen und sollte für sie da sein.«

Der designierte Superintendent bringt auch neue Ideen aus dem Kirchenkreis Münster mit. Seit vergangenem Jahr gibt es dort einen Popkantor, der moderne Musik in die Kirchen holt. Uwe Gryczan, selbst passionierter Pianist und Organist, freut sich, dass bei seiner Ordination am Freitag moderne Klänge zu hören sein werden. Den Gottesdienst gestalten der Kirchenkreis und die St. Andreasgemeinde. Im zweiten Teil wird Präses Annette Kurschus den Superintendenten ins Amt einführen. Den Inhalt seiner Predigt möchte Uwe Gryczan noch nicht verraten: »Ich werde aber nicht an den Menschen vorbeireden«, sagt er.

Das Lübbecker Land möchte der frühere Leichtathlet gerne mit dem Fahrrad erkunden. Auch wenn der Abschied vielen Warendorfern schwer gefallen sei, den Einstieg in Lübbecke haben sie Uwe Gryczan erleichtert: mit einem Fahrradführer durch den Mühlenkreis. WB 3.2.


Suchen und Finden




Unsere Gottesdienste

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

EINFACH FR3I - Reformationsjubiläum 2017

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

Presbyterien im Lübbecker Land 2016

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

Flüchtlingsarbeit im Ev. Kirchenkreis Lübbecke

Dieses Bild ist nicht vorhanden.
 

SEPA-Bankverbindungen des Ev. Kirchenkreis Lübbecke

 

      Dieses Bild ist nicht vorhanden.


TelefonSeelsorge Ostwestfalen

Dieses Bild ist nicht vorhanden. 

Unsere Landeskirche

Dieses Bild ist nicht vorhanden.

Klicken Sie »hier» :


Das Sonntagsblatt "Unsere Kirche"


geistreich


E-wie evangelisch

Dieses Bild ist nicht vorhanden.
klicken sie hier!