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Glauben als Unterwegssein

Die ersten haben ihren Glauben als einen Weg verstanden. Nicht als eine Wahrheit, die man glauben muss, sondern als einen Weg, auf dem man unterwegs ist. Unterwegssein heißt für mich, immer wieder neu aufbrechen. Gespannt sein auf das, was auf mich wartet. Offen zu sein für das, was mir unterwegs begegnet; aber mit dem Vertrauen im Gepäck, dass wir in unserem Leben nicht alleine unterwegs sind, sondern Gott an unserer Seite haben. Von ihm kommen wir als Menschen her und bei ihm findet unser Leben sein Ziel. Diese Wahrheit hat Menschen aus unserer Region schon im Verlauf des 19. Jahrhunderts in Bewegung gesetzt: Als Missionarinnen und Missionare verließen sie Ostwestfalen und nahmen eine lange, beschwerliche Reise auf sich, um im heutigen Tansania oder Indonesien die Menschen aufzusuchen und ihnen diese Wahrheit weiter zu sagen. Dank ihrer Arbeit und dank des Vertrauens vieler Menschen aus Tansania und Indonesien gegenüber diesen fremden Europäern, entstanden Gemeinden. Aus diesen Gemeinden gingen später eigenständige einheimische Kirchen hervor. Die Verbindungen, die damals geknüpft wurden, dauern zum Teil bis heute an. Nun kommen Christen aus Indonesien und Tansania in unsere Region. Sie fragen uns: „Trägt Euch diese Wahrheit noch, die Eure Missionare unseren Vorfahren damals erzählt haben? Aus diesen wechselseitigen Begegnungen haben wir gelernt, gemeinsam den Weg des Glaubens zu gehen. Denn die Welt wächst immer mehr zusammen.

Deshalb findet vom 22. August bis 5. September 2010 in unserer Region ein außergewöhnliches Projekt statt. 50 junge Erwachsene aus der Protestantischen Karo-Batak-Kirche in Indonesien und aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania sowie aus den Kirchenkreisen in unserer Region kommen zu einem Internationalen Chorprojekt zusammen. Er steht unter dem Motto des südafrikanischen Liedes „We are marching in the light of God“: Gemeinsam „im Licht Gottes unterwegs sein“ die Hoffnung zu besingen, die Leitmelodie unseres Lebens als Christen, das ist das Ziel. Aber auch gleichzeitig zu erfahren, dass wir als Christen nicht alleine unterwegs sind, sondern zusammen mit unseren Partnerinnen und Partnern aus Afrika und Asien. Oder wie es in einem indonesischen Lied heißt es: „Wo Jesus wirkt, sind wir alle vereint. Wo Jesus wirkt, wird der Fremde zum Freund.“
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 Pfarrer Dr. Christian Hohmann

 

Informationen zu der Konzertwoche vom 29. August bis 5. September 2010 im Rahmen dieses Internationalen Chorprojektes entnehmen Sie bitte den Zeitungen, Plakaten oder über die Homepage des Kirchenkreises Lübbecke.


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