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Pfingsten

Warum feiern wir Pfingsten?


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Natürlich ist das erst einmal ein langes Wochenende. Aber welchen Hintergrund hat das Fest wirklich? 50 Tage nach Ostern fuhr der Heilige Geist auf die Apostel herab. 50 heißt auf griechisch „pentekoste“, daraus entstand das Wort Pfingsten. Auf Grund dieser Ereignisse bezeichnen wir Pfingsten auch als den „Geburtstag der Kirche“. Denn die Apostel – vom Heiligen Geist beseelt – redeten damals in Jerusalem plötzlich in allen Sprachen. So konnten sie die Botschaft Christi auch in anderen Ländern verbreiten. Aber hat das heute noch eine Bedeutung? Reden wir wirklich noch in allen Sprachen von Gott? Wie ist es in unserem Alltag, in unserer Alltagssprache?
Manchmal höre ich jemanden sagen „Oh Gott, wie soll das nur enden?“ Hört sich irgendwie abgedroschen an, ist aber doch ein Gebet. Hier bittet jemand um Gottes Hilfe. Oder „Gott bewahre!“ Da spricht die Angst und jemand wünscht sich, dass er oder sie vor irgendeinem Unheil beschützt werden möge. Und das ist doch auch eine Form des Betens, das Hoffen!
Auch in unseren Breiten hört man schon mal ein „Grüß Gott“. Natürlich wissen wir gleich, dass es sich um Besuch aus dem Süden unserer Republik handelt. Aber ist das nicht eine klare Aufforderung meines Gegenübers, Gott zu grüßen, d.h. für ihn zu beten?
Wenn uns der Schreck noch in den Knochen steckt, dann sagen wir nicht selten erleichtert „Gott sei dank.“ Danken wir nicht ganz spontan Gott selbst, dass er uns diese Sorge genommen oder uns vor einer Not bewahrt hat?
Loben wir nicht seine Allwissenheit, wenn wir sagen „Gott weiß wie oft“, wenn wir selbst den Überblick verloren haben? Ergeben wir uns nicht seinem Wohlwollen, wenn wir sagen: „Ich werde, so Gott will...“?
Ich bin mir sicher, dass wir viel öfter zu Gott sprechen, als es uns bewusst ist. Wir hoffen, wir wünschen, wir danken und wir grüßen und loben Gott, all dies ist Teil unserer Alltagssprache.
Warum feiern wir Pfingsten? Weil uns der Geburtstag der Kirche daran erinnert, dass er uns seinen Heiligen Geist sendet, heute wie damals, bis hinein in so manche Floskel. „Gott sei dank!“ Und so grüße ich Sie zu Pfingsten mit einem herzlichen „Grüß Gott!“




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