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Martina Buhlmann, Pfarrerin in Oberbauerschaft
Ich bin begeistert!
Als ich in der zurückliegenden Woche mit meinem Kollegen Chrisian Hohmann telefonierte, hörte ich im Hintergrund viele Menschen fröhlich und schwungvoll singen. Ich hatte das Glück, einen Live-Ausschnitt mitzuerleben von den Chorproben für ein ganz besonderes Konzert. Und ich weiß: Ich werde dabei sein, wenn es am Sonntag um 18 Uhr in der St.Andreaskirche in Lüb-becke los geht. Denn das Besondere hängt mit der inter-nationalen Zusammensetzung des Chores zusammen: tanzanische, indonesische und deutsche junge Leute ha-ben sich zusammen gefunden, um schwungvolle geistliche Lieder miteinander einzuüben und vorzutragen. Welche Kontraste da aufeinander treffen: Die afrikanischen Lieder werden fast immer von Trommeln rhythmisch begleitet und tanzend vorgetragen, deutsche und indonesische Lieder kommen manchmal eher ein biss-chen getragen daher.
Den Gedanken dieses Chorprojekts finde ich jedenfalls begeisternd: Knapp fünfzig junge Erwachsene - im Durchschnittsalter sind sie erst Anfang 20 - aus drei ver-schiedenen Kontinenten finden sich zusammen, um mit-einander zu musizieren. Junge Menschen, denen der christliche Glaube und die Musik wichtig sind, leben für zwei Wochen in der Jugendherberge in Porta Westfalica zusammen, sprechen unterschiediche Sprachen und gehören unterschiedlichen Kulturen an. Die Gäste kom-men aus Kirchen in Indonesien und Tanzania, zu denen auch unser Kirchenkreis Partnerschaften unterhält. In ihrem Glauben und ihren Liedern finden die jungen Leu-te ihre gemeinsame Mitte, eine weltumspannende Ge-meinschaft, gelebte Ökumene.
Mich erinnert dies an das Pfingstgeschehen, wie sich ganz verschiedene Menschen unterschiedlicher Herkunft durch den Geist Gottes verstehen konnten. Sie waren eins in Christus, obwohl sie so unterschiedliche Muttersprachen und Kulturen hatten. Deshalb lautet der Titel des Chorprojekts wohl auch „We are marching in the light of God!“ frei übersetzt: „Wir sind gemeinsam unterwegs im Licht Gottes!“
Eine der jungen Teilnehmerinnen aus Tanzania sagte ganz be-geist-ert: „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, dass ich in diesem besonderen Chor in Deutschland mitsingen darf.“
Übrigens, falls Sie morgen um 18 Uhr nicht in die St. Andreaskirche kommen können, besuchen Sie doch ein-fach eins der anderen Konzerte, die der Chor in diesen Tagen gibt: z.B. am Mittwoch, dem 1. September um 19.30 Uhr in der Münsterkirche in Herford.