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Atemübungen der Seele
Einatmen, anhalten, ausatmen! Einatmen, ausatmen, nicht mehr atmen! Wer kennt nicht diese klaren Anweisungen beim Abhören oder Röntgen von Bronchien, Lunge, oder anderen Organen unseres Körpers?
Jeder erinnert sich – besonders wenn es sich nicht um eine gesundheitliche Kleinigkeit handelte, sondern es schon etwas ans Eingemachte ging.
Wie selbstverständlich atmen wir Menschen ein und aus und ahnen überhaupt nicht, dass es bei jedem Atemzug ums Ganze geht.
Ohne Einatmen und Ausatmen kein Leben! Kirchliche Seelsorge steht für die Wahrheit, dass Gott dem Leben seinen Atem eingehaucht hat. Ihr geistliches Angebot sind die Atemübungen der Seele. Einatmen, ausatmen, zu sich kommen. Einatmen, ausatmen, zu Gott kommen.
Wenn uns innere oder äußerliche Atemlosigkeit besetzen, ist es gut, innezuhalten und für sich Stille zu suchen.
Stille. Für sich. Die Seelsorge der Kirche lässt sich tragen und trägt gerne in dem Wissen: „Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.“ (Psalm 62,2).
Paul Alexander Lipinski, Pfarrer
Anette Stodiek, Pfarrerin