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Kreiskirchentag - ein Fest für alle

Ein lebendiges, buntes Fest für Jung und Alt– Kreiskirchentag vom 1. bis 3. Juli verbindet Gemeinden und Generationen
Großes Gospelkonzert mit 350 Sängerinnen und Sängern aus dem gesamten Altkreis

Text und Foto: Anja Schubert

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Ein großes buntes Fest soll die einzelnen Gemeinden des Kirchenkreises Lübbecke im Juli noch weiter zusammenschweißen. Darauf freuen sich Superintendent Dr. Rolf Becker, Pfarrer Falk Becker und Pfarrer Matthias Rausch schon jetzt.

LÜBBECKE. Ein großes, lebendiges und vor allem facettenreiches Fest wirft seine Schatten voraus: Zum Kreiskirchentag unter dem Motto „Have a break – set di dal“, vom 1. bis 3. Juli in Lübbecke, werden mehr als 1000 Teilnehmer aus dem gesamten Altkreis erwartet. Die kirchliche Großveranstaltung, die jung und alt sowie die einzelnen Gemeinden des Kirchenkreises auf vielfältige Art und Weise enger miteinander verbinden soll, stellten Superintendent Dr. Rolf Becker, Organisator Pfarrer Falk Becker und Pfarrer Matthias Rausch gestern der Öffentlichkeit vor. Neben Live-Konzerten, Gottesdienst, Gesprächen und abwechslungsreichen Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche ist für den Sonnabendabend als Highlight ein großes Gospelkonzert in der Kreissporthalle geplant. „Mehr als 350 Sängerinnen und Sänger werden aktiv daran teilnehmen. Jeder, der Freude am Singen hat, kann sich für den Workshop, der am 17. und 18. Juni in Stemwede-Wehdem stattfindet, anmelden.“ Dass der Funke auch auf die Besucher überspringen wird, daran haben die Organisatoren keinen Zweifel.
Die im Jahr 2000 in Pr. Oldendorf wiederbelebte Tradition des Kreiskirchentages, die mit Espelkamp in 2006 und jetzt Lübbecke ihre Fortsetzung findet, blickt in Wirklichkeit schon auf ein längeres Stück Geschichte zurück. „Kreiskirchentage hat es auch in früheren Zeiten gegeben. Sie haben insbesondere in den 70er Jahren als starke Bewegung die Kirche aufgemischt“, so der Superintendent des Kirchenkreises Lübbecke.
„Wir wollen bewusst Marken im Alltag setzen, eine attraktive Unterbrechung des Alltagsstress und des normalen Gemeindelebens“, begründete Dr. Rolf Becker, den bereits 2006 gefassten Beschluss der Kreissynode, alle fünf bis sechs Jahre an dieser Tradition festzuhalten. Dementsprechend sei auch das Motto gewählt. Für die Finanzierung seien bereits seit dem letzten Kirchentag Rücklagen gebildet worden, mit denen rund die Hälfte der Kosten gedeckt werden soll. „Für die andere Hälfte hoffen wir auf Sach- und Geldspenden sowie Sponsoren“, so Dr. Rolf Becker. Einige heimische Unternehmen hätten ihre Unterstützung bereits zugesagt.
Bewusst werde hinsichtlich des Programms auf große Namen als Besuchermagnet verzichtet. „All unsere Gemeinden bergen so viele Schätze, sind vielfältig und engagiert, bringen frische Ideen ein. Der Kreiskirchentag wird aus unseren eigenen Ressourcen heraus ein großes buntes Fest im Stil des GOP“, so der Superintendent.
Am Freitag, 1. Juli, wird das Festwochenende von Dr. Rolf Becker um 18 Uhr auf einer Open-Air-Bühne vor dem Alten Amtsgericht eröffnet. „Hier erhalten Newcomer – junge Menschen im Aufbruch - die Chance, ihr können unter Beweis zustellen. Gleich ob Bands, Comedy, Akrobatik, Jonglage und jegliche andere denkbare Kleinkunst sind hier willkommen“, laden die Organisatoren ein. Interessenten können über die eigens eingerichtete Homepage www.kreiskirchentag-luebbecke.de oder Pfarrer Falk Becker (Telefon 05772/3211) Kontakt aufnehmen.
Etwas zeitversetzt stehen gegen 19 Uhr Jazz und Gospelmusik im Burgmannshof auf dem Programm. Ab 21 Uhr wird in der St.-Andreas-Kirche ein Taizé-Gottesdienst unter Leitung von Heinz-Hermann Grube gefeiert. Bei der „Nacht der Lichter“ erwartete die Besucher hier eine traumhafte besinnliche Stimmung.
Jede Menge Gespräche, Begegnungen und Bibelarbeit zum Thema „Martha und Maria“, thematische Foren, ein Markt der Möglichkeiten, bei dem sich eine Reihe an Institutionen sowie ökomenische Gäste präsentieren, und jede Menge Aktionen für Jung und Alt erwarten die Besucher am Sonnabend rund um und im Lübbecker Berufskolleg, das für die Großveranstaltung die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. „Wenn das Wetter mitspielt, gibt es ein großes Open Air, wenn nicht, haben wir genügend Ausweichmöglichkeiten in den Innenräumen“, so Pfarrer Matthais Rausch. Der Sonnabend erreicht mit der „Nacht der Gemeinden“, in deren Rahmen auch das Gospelkonzert stattfindet, in der Kreissporthalle seinen Höhepunkt. „Nach dem Einzug der Delegationen aus den Gemeinden werden diese aus mitgebrachten Puzzleteilen ein großes Ganzes zusammensetzen, als Zeichen der Gemeinschaft im Kirchenkreis“, verrät Falk Becker.
Am Sonntagmorgen um 11 Uhr wird ebenfalls dort ein großer Gottesdienst gefeiert. „Die einzelnen Kirchengemeinden verzichten auf die Gottesdienste in den Ortschaften und sorgen für Transportmöglichkeiten nach Lübbecke“, so Rolf Becker erfreut.
Das Engagement in den Gemeinden sei beeindruckend. „Bereits jetzt engagieren sich rund 80 Menschen allein in den 14 Vorbereitungsgruppen. Und es werden immer mehr.“
Auch das Catering soll sich soweit möglich auf Gruppen der einzelnen Gemeinden stützen. „Jede Gruppe kann für sich in überschaubaren Mengen Köstlichkeiten anbieten. Nur was nicht abgedeckt wird, geben wir in Profihände.“

Kreiskirchentag verspricht Himmlisches
Nacht der Lichter in der St.-Andreas-Kirche - Nachwuchsbühne für Gruppen aus der Region

Von Gerhard Gläsker
Lübbecke (WB). Der Kirchenkreis Lübbecke bereitet ein Fest der Begegnung und des Glaubens vor. »Have a break - Set di dal« ist das Thema des dritten Kreiskirchentages in diesem Jahrtausend. Vom 1. bis 3. Juli soll er heilsame Unterbrechung der Arbeitswoche bringen, soll Gemeindeglieder aller Kirchengemeinden zur gegenseitigen Ermutigung zusammenführen.
Freuen sich auf den Kreiskirchentag vom 1. bis 3. Juli: (von links) Superintendent Dr. Rolf Becker sowie die Pfarrer Falk Becker und Matthias Rausch.Foto: Gerhard Gläsker
Schon der Kreiskirchentag im Jahr 2000 in Preußisch Oldendorf habe im Alltag Marken gesetzt habe erstaunlich viele Menschen zum Mitmachen motiviert. Das habe sich beim Kreiskirchentag 2006 in Espelkamp fortgesetzt. »Wir wollen für die Menschen in der Region etwas tun und damit den Standortfaktor stärken«, betonte Superintendent Dr. Rolf Becker im Kreiskirchenamt.
Unter der Federführung von Pfarrer Falk Becker aus Espelkamp sind 14 Arbeitsgruppe gebildet worden. »80 ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigen sich bereits mit der Programmgestaltung. Aus allen Kirchengemeinden erfahren wir großen Zuspruch«, sagt der »Macher«, Pfarrer Becker. Mehr als ein Drittel seiner Arbeitszeit investiert er in die Vorbereitung dieses Ereignisses. »Dabei setzen wir in unserem Programm nicht auf namhafte Gruppen oder Künstler, sondern wir wollen vielmehr die Schätze vorstellen, die in unserer Region und unseren Gemeinden schlummern«, betont Falk Becker. Eine Newcomer-Bühne wird am Alten Amtsgericht aufgebaut, wo Gruppen aus der Region mit Musik, Kabarett und Gesang auftreten. Falk Becker: »Während der Umbauphasen kann ich mir auch Kleinkunstvorführungen vorstellen.«
Mit dieser Bühne wird am Freitag, 1. Juli, dann um 18 Uhr auch der Kreiskirchentag eröffnet. Superintendent Dr. Rolf Becker wird dabei eine besondere Rolle zufallen, ließ Pfarrer Falk Becker bereits durchblicken. Um 19 Uhr gibt es dann »Jazz & mehr« im Burgmannshof, bevor um 21 Uhr die Nacht der Lichter in der St.-Andreas-Kirche unter der Leitung von Heinz-Hermann Grube beginnt.
Hören, sich begegnen, diskutieren und feiern heißt es am Samstag, 2. Juli, im Berufskolleg und der Kreissporthalle. Bibelarbeiten, Musikbühne, Markt der Möglichkeiten, besondere Angebote für Kinder und Jugendliche und die zentrale Abendveranstaltung »Eine Nacht im Himmel« sollen mehr als 1000 Besucher zusammenführen. Bei dem himmlisch-zauberhaftem Programm im Sinne des Mottos »Have a break« tritt ein großer Workshop-Gospelchor auf.
Ein Höhepunkt ist am Sonntag, 3. Juli, der gemeinsame Gottesdienst aller Kirchengemeinden für kleine und große Menschen in der Kreissporthalle. »Um allen die Möglichkeit zu geben, daran teilzunehmen, setzen wir in den einzelnen Gemeinden Omnibusse ein«, sagte Superintendent Dr. Rolf Becker. Eingeladen sind auch die Mitglieder der Freikirche, der katholischen Kirchengemeinde und Muslime. »Alle sollen ins Gespräch kommen«, ist die Vorstellung des Superintendenten.
Bis zu 300 Gemeindeglieder engagieren sich bei der Umsetzung des Kirchentages, weit über 1000 werden direkt an den Ständen und vielen Aktionen beteiligt sein. Zahlreiche Firmen haben ihre Unterstützung zugesichert.

Artikel vom 02.02.2011


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