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Lübbecke (uk) Es herrschte dichtes Schneegestöber, die Temperatur lag bei weit unter zehn Grad Celsius. In der Dämmerung machten sich trotzdem viele Menschen aus allen Himmelsrichtungen durch die leise Winterlandschaft auf den Weg. Ihr Ziel war die hell erleuchtete Andreas-Kirche, in die am 4. Advent zum traditionellen „Offenen Singen„ eingeladen worden war.
Sie wurden empfangen von fröhlichem Tongewirr der sich noch einstimmenden Gruppen. Eingeladen hatten die Kantorei und der Posaunenchor an St. Andreas mit ihren Leitern Heinz-Hermann Grube und Karl Kühn.
Für die Kantorei hatte sich ihr Kantor etwas ganz besonders ausgedacht. Der Chor wurde in diesem Jahr verstärkt durch die neu gegründete Senioren-Kantorei und viele ehemalige Sängerinnen und Sänger, die der schriftlichen Einladung gerne gefolgt waren. Das „Offenen Singen“ gerade zum 4. Advent soll den Menschen – so in der Begrüßung von Heinz-Hermann Grube – Fröhlichkeit vermitteln und Wegbereiter und Licht zur Krippe sein. Diese Fröhlichkeit war dann bei den ersten Stücken der Bläser und Sänger zur Einstimmung sofort greifbar.
Unter den Programmpunkten „Komm“ – „Mit Maria!“ – „Wo ist der Freuden Ort“ verbarg sich bittendes, hoffnungsfrohes und auch besinnliches.
Mit „Nun sei uns willkommen“ und einem achtstimmigen „Magnificat“ füllte großer Kanonklang zwischen Chorsängern und Gemeinde alle Winkel der Kirche.
Auch spannten sich Advents- und Weihnachtschoräle, die Strophen zusammengefasst zu anspruchsvollen Choralkantaten, wie ein roter Faden durch die musikalische Stunde.
Wunderbar abwechslungsreich lassen sich die traditionellen Choräle „Nun komm der Heiden Heiland“ und „Vom Himmel hoch“ in immer wechselnder Besetzung musizieren. Das forderte allen Beteiligten ein großes Maß an Aufmerksamkeit ab, aber Kreiskantor Grube ließ die Gemeinde mit seiner mitreißenden und erläuternden Moderation an keiner Stelle alleine.
Die Bläser übernahmen nicht nur die Choralbegleitungen sondern setzten mit ihren solistischen Choralinterpretationen blitzende und feierliche Akzente.
Was geschieht, wenn ein Kantor im Offenen Singen die Mithilfe für ein wenig „Dschingderassabum“ erbittet. Kinder lassen sich zum Glück nicht lange bitten, und so konnten Lorenz mit der Pauke, Anna mit der Triangel, Matthias mit dem Becken und ein Gemeindemitglied mit Klanghölzern die singende und klatschende Gemeinde bei „Nun singet und seid froh“ gekonnt unterstützen.
Ein wenig zur Ruhe kommen ließ dann ein neues Lied – Gedicht Reinhard Ellsel (Pfarrer im Kirchenkreis) – Vertonung Heinz-Hermann Grube – mit dem aussagesicheren „Du kommst zu uns Herr Jesu Christ“.
Romantische Akzente setzte das amerikanisches Weihnachtslied „Night of silence“, aus dem sich von Strophe zu Strophe immer erkennbarer „Stille Nacht, heilige Nacht“ herausschält. Hania Lask war hier als Solistin zu hören.
Der Chor zelebrierte zum Ausklang aus dem Weihnachtsoratorium „Wir singen dir in deinem Herr“ und mit dem Bläserstück „Zu Bethlem überm Stall“ konnte jeder mit dem Gefühl in den Abend gehen, dem Kind in der Krippe ein Stück näher gekommen zu sein.
© 2009 Neue WestfälischeZeitung für den Altkreis Lübbecke, Mittwoch 23. Dezember 2009
Von Benjamin Marquardt
Hüllhorst (WB). Gemeinsam Weihnachtsliedern zu lauschen und zu singen, kann einen in die richtige Stimmung für die Feiertage versetzen. Das dachten sich auch die Hüllhorster bei der erneuten Ausgabe des Weihnachtskonzerts der Kirchengemeinde Hülllhorst.
Bereits zum achten Mal wurde das Konzert am vergangenen Sonntag in der Andreas-Kirche im Herzen der Gemeinde ausgerichtet. Und auch diesmal hatte der Organisator, Kirchenmusiker Matthias Duchow, eine interessante Auswahl von Musikern zusammengestellt. Neben dem Kirchenchor Hüllhorst gaben auch der Kinderchor und zwei Blockflötengruppen aus Büttendorf mit Liedern wie »Alle Jahre wieder« oder »O du fröhliche« eine Kostprobe ihres Könnens. So war schnell eine weihnachtliche Atmosphäre entstanden, der sich keiner der Besucherinnen und Besucher entziehen konnte.
Für einen Hauch Jazz sorgte als Solist Florian Stühlmeyer von der Musikschule Hüllhorst. Mit seinem Saxophon und den Liedern »Rudolph, the red-nosed reindeer« und »Winter Wonderland« gab er eine ebenso überzeugende Vorstellung wie die anderen Mitwirkenden. Dieser Meinung war offensichtlich auch das Publikum, das trotz Winter-Chaos auf den Straßen zahlreich erschienen war und jedes Musikstück mit viel Applaus quittierte.
Auch Duchow war am Ende des einstündigen Konzertes voll des Lobes, besonders für die kleinen Musiker. »Ich bedanke mich bei den Musikern für die erbrachte Leistung und bei den Besuchern dafür, dass sie den Weg in die Kirche gefunden haben, um uns zu hören«, verabschiedete sich der Kirchenmusiker von den Zuhörern, bevor für die auf Heiligabend bestens eingestimmten Besucher ein gelungenes Konzerterlebnis zu Ende ging.
WB Artikel vom 22.12.2009
VON FLORIAN PASSLICK

Rahden. Der Weihnachtsmarkt an der St.-Johannis-Kirche vermittelt noch bis Anfang Januar weihnachtliches Flair. Aber auch im Gotteshaus hatten die Besucherinnen und Besucher jetzt Gelegenheit, sich auf das Fest einzustimmen. In der St.-Johannis-Kirche luden am dritten Advent Chöre aus Rahden und Umgebung zum traditionellen Adventssingen ein. Das wollten sich viele Gäste nicht entgehen lassen.
Durch viele Kerzen beleuchtet und mit Adventskranz geschmückt präsentierte sich die St.-Johannis-Kirche den Besuchern im weihnachtlichen Glanz. Wie schon in den vergangenen Jahren stellten die Rahdener Kantorei, die Frauenchöre aus Wehe und Tonnenheide sowie Kinder- und Flötenchöre auch in diesem Jahr wieder ein Musikprogramm mit vielen Klassikern und beliebten Weihnachtsliedern zusammen. Außerdem folgte auch der Männergesangverein aus Haldem der Einladung der Rahdener Chöre und trat zusammen mit den örtlichen Kollegen der Rahdener „Liedertafel“ auf. „Die Adventsmusik in Rahden hat eine lange Tradition und besteht vor allem aus der guten Zusammenarbeit zwischen den Chören“, waren sich die Sänger und Sängerinnen einig und hoben dabei auch ihren musikalischen Schwerpunkt hervor. „Weihnachten sollte ein leises Fest sein, die Musik gestalteten wir deshalb passend zur weihnachtlichen Stimmung auch etwas ruhiger“, umrissen sie die musikalische Gestaltung des Abends. Folglich stimmten die Chöre unter der Leitung von Urte Dankmann vor allem klassische Weihnachtslieder an.
Nach einer eindrucksvollen und stimmigen Einleitung der Kantorei mit „Tröstet mein Volk“ wurden dem Publikum traditionelle Volkslieder wie „Macht hoch die Tür“, „Alle Jahre wieder“ und „Es ist ein Ros’ entsprungen“ geboten. Neben den eindrucksvollen Vorträgen der Chöre wurden auch die Besucher zum Mitsingen animiert und füllten dabei die Kirche mit einer schönen vorweihnachtlichen Stimmung.
Am Ende des Abends baten die Gesangvereine statt eines Eintritts um Spenden, die für die Kirchenmusik in Osteuropa bestimmt sind.

Breit gefächertes Repertoire beim Adventskonzert im Gemeindezentrum Haldem mit Chören, Posaunen und Flöten
HALDEM (hm) Lieder, die vom sehnsuchtsvollen Warten auf das bevorstehende Weihnachtsfest erzählen, ertönten beim Adventskonzert durch das Gemeindezentrum HAI in Haldem am Sonnabend vor dem dritten Advent.
Verschiedene Chöre, wie der „Singkreis der Frauen“, „Projektchor Levern“, Jugendchor Levern“, alle unter der Leitung von Olga Rust, der Posaunenchor unter Leitung von Maren Fieseler, das Blockflöten-Duo Lena Brömstrup und Sina Hagemeier und „2plus“, Gesang und Piano mit Antje Holtkamp, Karsten Jacob und Michael Bonehs hatten sich für diese Veranstaltung zusammen getan und sorgten mit einem abwechslungsreichen Programm für beste Unterhaltung. Bereits beim Einzug aller Chöre mit dem Kanon „Gloria“ wurde das festliche Timbre der Veranstaltung deutlich.
Pastor Michael Welters begrüßte die Gäste und sprach verbindende Worte zum Thema Weihnachten bevor der Singkreis „Fröhliche Weihnacht überall“ sang. Still wurde es in den Zuschauerreihen, als Lena Brömstrup und Sina Hagemeier mit ihren Flöten nach vorne traten. Sie spielten „Es kommt ein Schiff geladen“ und „Macht hoch die Tür“. Andächtig dem feinen Flötenspiel lauschend, das soviel Ruhe ausstrahlte, spendete das Publikum danach viel Applaus. Auch der Projektchor Levern sang besinnlich vom sehnsuchtsvollen Warten und von der Sehnsucht nach Liebe.
Schwungvoller kamen die jungen Sängerinnen und Sänger des Jugendchores Levern daher, bei „Hört der Engel helle Lieder“ waren die Zuhörer aufgefordert, den Refrain mitzusingen und „Christmas Time“ sorgte für im Takt wippende Füße.
Besinnlich und getragen spielte der Posaunenchor „Wie soll ich dich empfangen“ und „Am Weihnachtsbaum“ sowie „Singet, klinget im Advent“.
Zwischendurch war die Gemeinde aufgefordert zu singen, gemeinsam mit Olga Rust an der Orgel. „Seht, die gute Zeit ist nah“ klang es, bevor der Singkreis mit Soloeinlagen von Chorleiterin Olga Rust ein wunderschön gesungenes „Ave Maria“ präsentierte.
Antje Holtkamp und Karsten Jacob, die mit Michael Bohnes am Piano das Trio „2plus“ bilden, sangen englische weihnachtliche Popsongs wie „Hey Santa“ und „Where are you Christmas“ und spannten den Bogen weiter zum kritischen Song, der zum Nachdenken über das Schenken anregen sollte.
Den Ausklang fand der musikalische Spätnachmittag mit „Tochter Zion“, es sangen alle Chöre und die Gemeinde zum Spiel der Posaunen.
Pastor Michael Welters hätte es nicht treffender ausdrückenden können: „Die, die Musik erklingen lassen, deren Seele geht auf.“
ina Hagemeier (li) und Lena Brömstrup faszinierten mit ihrem Flötenspiel
Der Jugendchor Levern brachte beschwingte Weihnachtslieder zu Gehör. Foto: Mühlke
Diepholzer Kreisblatt 15.12.09

Börninghausen (WB). Es gibt noch immer keine Empore in der St.-Ulricus-Kirche. »Uns fehlt noch immer Geld für den Einbau der Empore, die - wie wir sehen - dringend nötig ist, weil die Chöre keinen Platz haben«, sagte Reinhard Finke, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der St.-Ulricus-Kirche Börninghausen.
Das dritte Benefizkonzert, das der Verein am vergangenen Samstag in der St.-Ulricus-Kirche veranstaltete, sollte ein wenig dazu beitragen, diese Finanzierungslücke zu schließen.
Unter der Leitung von Henrik Menzel hatten die vereinigten Posaunenchöre aus Börninghausen, Oetinghausen und Sundern dazu eingeladen, sich »mit Pauken und Trompeten« auf den Advent einstimmen zu lassen. Tatsächlich herrschte drangvolle Enge im Chorraum, wo die gut 20 Bläser mitsamt den beiden Kesselpauken untergebracht waren.
Musikalisch ließen sie sich dadurch nicht behindern. Sie präsentierten ein abwechslungsreiches und sehr ansprechendes Programm mit Bläsermusik aus vier Jahrhunderten - von Johann Sebastian Bach bis Traugott Fünfgeld. Auch Choräle wie »Macht hoch die Tür«, bei denen die Zuhörer eingeladen waren, mitzusingen, durften nicht fehlen. Begleitet wurden sie dabei abwechselnd von den vereinigten Posaunenchören und von Nampoina Razafimaholy an der Orgel, der mit Bachs »Präludium und Fuga in c-moll« (BWV 549) für einen der Höhepunkte des Konzertes sorgte.
Beeindruckend war auch Torellis »Concerto I« für Orgel und Trompete, bei dem der Oetinghauser Pfarrer Martin Brinks als Solist begeistern konnte. Zwischen den einzelnen Musikblöcken lasen Renate Finke, Eva Hoffmann und Maritta von Haugwitz aus Selma Lagerlöfs Weihnachtsgeschichte »Die heilige Nacht«. »Wer jetzt noch nicht vorweihnachtlich eingestimmt ist, dem ist nicht zu helfen«, resümierte Maritta von Haugwitz treffend, nachdem der letzte Ton der Zugabe verklungen war. Sie bedankte sich noch einmal für den Einsatz der Posaunenchöre und ihres Leiters Henrik Menzel. Auch wenn nicht alle Plätze in der St.-Ulricus-Kirche besetzt waren: Musikalisch war das Konzert ein voller Erfolg.
WB Artikel vom 15.12.2009

Espelkamp-Isenstedt. Unter der Gesamtleitung von Eberhard van der Bent konnte das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, ein Glanzlicht vorweihnachtlicher Erwartung, am 2. Advent in der Christus-Kirche Isenstedt aufgeführt werden.
Als musikalische Besonderheit wurde in dem Konzert die historische Aufführungspraxis gepflegt, insbesondere durch die Begleitung durch das Orchester „Concert Royal“ aus Köln unter der Leitung der Oboistin Karla Schröter.
Der Montagschor, der Kirchenchor der Kirchengemeinde Isenstedt-Frotheim und die Kantorei St. Georg aus Bremen jauchzten und frohlockten in gemeinsamem Jubel beim Eingangschor, vollkommener Ausdruck der Freude über das kommende Weihnachtsfest.
Weich und warm rezitierte der Tenor Lothar Blum die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium, hell und kunstvoll schloss sich der Altus – hier Harald Maiers – an, die Maria verkörpernd, aber auch die Stimme des Glaubens und der Kirche mit „Nun wird mein liebster Bräutigam“ und „Bereite dich Zion“.
Durchaus gängig war es zu Bachs Zeiten, diese Stimme mit einem Falsett singenden Mann zu besetzen; der schmelzende Klang der barocken Oboe d’amore lässt dazu die seelenvolle Stimme der Liebe vernehmen. Die Trompete dagegen war im Barock das Attribut des Herrschers – des weltlichen wie des himmlischen.
Bei der Bass-Arie „Großer Herr und starker König“ darf sie schmettern, denn Jesus ist als Herrscher geboren. Eberhard van der Bents Gesang ist voller Kraft und innerer Beteiligung, die sich auf den Raum und den Chor überträgt, dieser schließt den ersten Teil des Oratoriums mit dem innigen „Ach, mein herzliebes Jesulein“ ab.
In eine ganze andere Welt führte der zweite Teil. Pauken und Trompeten schweigen. Dafür zeigen Oboen als Hirten- und Flöten als Engelsinstrumente, wo wir uns befinden: mit den Hirten auf dem Feld bei der Krippe. Als einziges Instrumentalstück des ganzen Oratoriums ist die einleitende Sinfonia Hirtenmusik. Worte braucht dieser Satz nicht – zu eindeutig ist das Geschehen: ein Wechselgesang der Hirten mit den über dem Geschehen schwebenden Engeln, bis sich alle Instrumente zum Lob des neugeborenen Heilands vereinen.
Die Tenor-Arie „Frohe Hirten, eilt herbei“ drückt in hochvirtuosen Läufen die atemlose Freude über die Ankunft des Erlösers aus. Zärtlich und beruhigend dagegen die Alt-Arie „Schlafe mein Liebster genieße der Ruh“ Der zweite Teil wird mit dem Choral „Wir singen dir in deinem Heer“ mit seinem wiegenden Rhythmus festlich abgeschlossen.
Der dritte Oratorien-Teil verwendet wieder Trompetenklang. Beim Text des Eingangschores „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen, lass dir die matten Gesänge gefallen“ möchte man widersprechen, doch die Musik ist zu schön und kunstvoll.
Im Bass-Rezitativ „Er hat sein Volk getröst’“ und dem Duett von Sopran und Bass „Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen“ drückt sich tiefe Glaubensgewissheit aus, Sopranistin Margaret Hunter interpretiert knabenhaft und transparent. „Seid froh dieweil“, ein inneres Strahlen geht am Ende noch einmal von dem Choral auf die Zuhörer über, um dann den Eingangschor „Herrscher des Himmels“ noch einmal aufzunehmen mit den Worten voller Überzeugungskraft: „Weil unsre Wohlfahrt befestiget steht“.
© 2009 Neue Westfälische
Zeitung für den Altkreis Lübbecke, Mittwoch 09. Dezember 2009
Isenstedt (WB) Das Weihnachts-Oratorium von Johann Sebastian Bach gehört sicherlich zu den meist aufgeführten Monumentalwerken der Kirchenmusik. In den vergangenen Jahren wurde es auch im Altkreis Lübbecke regelmäßig dargeboten.
Das sechsteilige Oratorium für Chor und Orchester war ursprünglich für die sechs Sonntage zwischen dem ersten Weihnachtstag und dem Dreikönigstag gedacht und wurde zum ersten Mal in den Weihnachtsgottesdiensten in der Leipziger Nikolaikirche und der Thomaskirche vom Thomanerchor 17 34/35 aufgeführt.
Der Aufführung dieses umfangreichen Werkes hat sich der ehemaliger Leiter der Musikschule und jetzige Leiter des Kirchenchores Isenstedt-Frotheim Eberhard van der Bent angenommen. Gespielt wurde es jetzt in der Isenstedter Christuskirche in einer hochkarätigen Besetzung. Der Kirchenchor Isenstedt-Frotheim und der Montags-Chor wurden durch die Kantorei der St. Georgs-Gemeinde und der Christuskirche Bremen unterstützt.
Ein weiteres Highlight in der Besetzung kam aus Köln in Form des Barockorchesters Concert Royal, das auf beeindruckenden historischen Instrumenten spielte. Concert Royal ist seit vielen Jahren spezialisiert auf die Aufführungen barocker und klassischer Oratorien. Es spielte in folgender Besetzung: Anette Sichelschmidt (1. Violine), Uta Engelmann, Ulrich Menke, Christiane Volke (2. Violine), Bodo Lönartz, Burkard Rosenberger, Rebekka Zachner (Viola), Magnus Döhler, Ulrike Mix (Violoncello) Thorsten Drees (Kontrabass) Steffen Voss (Fagott), Filine Precht (Flöte), Ursula Schmidt-Laukamp, Karla Schröter (Oboe d«amore), Eric Douchy, Eva Grießhaber (Oboe, Oboe da caccia), Andreas Boege. Christoph Müller-Stosch (Trompete) Paul Rhee, Matthias Schwetz, Bärbel Hammer-Schäfer (Pauke) und Harald Hoeren (Orgel).
Die Solostimmen wurden durch Margaret Hunter (Sopran), Harald Maiers (Altus), Lothar Blum (Tenor) und Eberhard von der Bent (Bass) besetzt. Durch die Auswahl hochkarätiger Sänger wurde die Aufführung zu einem akustischen Genuss, der in der Region so schnell wohl nicht wieder zu finden sein wird.
Ein Wermutstropfen für die Veranstalter war sicherlich die nicht ganz zufriedenstellende Besucherresonanz. Es gab durchaus noch ausreichend Plätze auf der Empore und einige im Kirchenraum selbst. All diejenigen, die nicht in den Genuss des Oratoriums gekommen sind, haben jedenfalls ein erstklassiges musikalisches Erlebnis verpasst.
WB Artikel vom 09.12.2009
DK 8.12.09

DIELINGEN (hm) „Habt ihr euch schon begrüßt?“, fragte Hannelore Fieseler und forderte die Besucher des traditionellen Adventskonzertes in der Dielinger St. Marien-Kirche zum Händeschütteln mit den Nachbarn auf.
Gegen kalte Hände und Füße sollte Klatschen und Trampeln helfen, und das sollten die Besucher nach dem Konzert wieder tun. Dieser Aufforderung kamen die Konzertbesucher gerne nach, denn sie waren allesamt begeistert von den Darbietungen der Dielinger Chöre unter Leitung von Gisela Heinrich, dem Orgelspiel von Ernst Friedrich Berning, der Klavierbegleitung von Hanneke Eling sowie dem großen Posaunenchor, dem Projektchor und den Jungbläsern unter Leitung von Maren Fieseler.
Den Auftakt bereitete der Posaunenchor mit „Wie soll ich dich empfangen“, bevor Pastor Michael Beening die Zuhörer begrüßte: „Ich freue mich, dass so viele gekommen sind. Eine Adventszeit in Dielingen ohne Weihnachtsmarkt, das können wir ertragen, aber eine Adventszeit ohne Adventskonzert, das kann keiner ertragen.“
Das Orgelspiel „O Heiland, reiß die Himmel auf“ von Friedrich Berning lud zur Besinnung ein, danach zogen die Dielinger Chöre mit „Sanna“ in die Kirche ein. Sie sorgten mit ihren Liedern, klassischen Weihnachtmelodien, traditionellen Volksliedern aus verschiedenen Ländern und beschwingten englisch-sprachigen Songs wie „When a Child is born“ oder „Swinging Christmas“ für weihnachtliche Stimmung in der ebenso weihnachtlich geschmückten Kirche. Die Gemeinde wurde bei zahlreichen Liedern mit eingebunden, so schallte es „Macht hoch die Tür“, „Lasst uns froh und munter sein“ oder „Hört der Engel helle Lieder“ durch das Gotteshaus.
Mit dem Abendsegen und „Freu dich, Erd und Sternenzeit“ an der Orgel klang der zweite Adventsnachmittag in der St. Marien-Kirche mit dem Konzert voller Wärme und Emotionen besinnlich aus.
Garantie für weihnachtliche Stimmung: Adventskonzert mit den Dielinger Chören in der St. Marien-Kirche. Foto: Mühlke
Stemwede-Dielingen. Einen Weihnachtsmarkt gab es in diesem Jahr nicht. Auf die Einstimmung auf das Fest brauchten die Bürgerinnen und Bürger in Dielingen aber nicht verzichten. Und dabei konnten sie auch Gutes tun und sich für eines der ältesten Gotteshäuser im Kirchenkreis engagieren.
Die Chöre aus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Dielingen hatten zu einem Konzert in die St.-Marien-Kirche eingeladen. Gemeinsam boten sie unter der Leitung von Gisela Heinrich ein unterhaltsames und besinnliches Programm anlässlich des traditionellen Adventskonzerts – und sorgten gemeinsam mit Kantor Ernst-Friedrich Berning und Hanneke Eling (Klavier), dem Projektchor und dem Posaunenchor um Maren Fieseler für weihnachtliche Stimmung in den Reihen des Publikums.
Die mittelalterliche Kirche, die bis in das 9. Jahrhundert zurückdatiert wird und damit zu den ältesten Gotteshäusern im Lübbecker Land gehört, war durch Kerzenlicht erleuchtet und adventlich geschmückt. Eröffnet wurde das Konzert durch den stimmungsvollen Choral „Wie soll ich Dich empfangen“ des Posaunenchores. Während der Begrüßung war Pfarrer Michael Beening angetan vom großen Interesse. „Ich freue mich über den großen Andrang“, war der Seelsorger über die enorm starken Besucherzahlen erfreut und versprach danach ein eindrucksvolles Konzert. Damit sollte er recht behalten.
Vor allem mit lockeren Gospels wie „Go, tell it on the mountain“ und klassischen Chorgesängen konnten die Dielinger Chöre anschließend überzeugen. Stimmgewaltig und gekonnt lenkten die Chorsätze vom hektischen Trubel der Vorweihnachtszeit ab und stimmten besinnlich. Gemeinsame Gesänge mit dem Publikum und Orgelsoli von Ernst Friederich Berning rundeten das Programm ab.
Trotz des schlechten Wetters hatten Dielinger auch vor der Kirche Buden aufgebaut. Dort warben sie um Hilfe für einen guten Zweck – für die Sanierung der St.-Marien-Kirche. Dieses Vorhaben wird von der Aktion „Dielingen tut gut(es)“ unterstützt. So boten zum Beispiel Brigitte Biermann, Dorit Junge und Heike Vogt gegen eine Spende Kekse, Brote und Wein an.
„Momentan befinden wir uns noch in der Abstimmung mit dem Landeskirchenamt und den Denkmalschützern, was die zukünftige Farbgestaltung der Kirche angeht“, sagte Pastor Beening zum aktuellen Stand der Restaurierung. Ab dem Frühjahr könne man aber mit den Ausschachtungs-Arbeiten und dem Aufbau der Gerüste rund um die Kirche beginnen.
Welche Kunstschätze derzeit aufgearbeitet werden
Das Ölgemälde mit der Darstellung der Gründung der Matthias-Bruderschaft im Februar 1654 und das Gemälde einer Abendmahl-Szene werden derzeit ebenso wie der Taufengel von einer Restauratorin aufgearbeitet, sagte Beening. Die Kirchengemeinde hoffe, dass die Kunstgegenstände anlässlich der Nacht der offenen Kirchen wieder ihren angestammten Platz in St. Marien einnehmen können.
Der Erlös des Verkaufs an den Buden und der Erlös des Konzertes werden für die Kirchenrestaurierung verwendet. Dieses Vorhaben stößt nach Angaben Beenings in Dielingen auf viel Gegenliebe. „Die Spendenbereitschaft ist sehr groß.“
Großer Andrang: Kaum ein Platz im Kirchenschiff blieb unbesetzt. Über die große Resonanz freuten sich die Verantwortlichen.
© 2009 Neue Westfälische
Zeitung für den Altkreis Lübbecke, Donnerstag 10. Dezember 2009

Stemwede-Levern (-sl-). Unzählige Besucher aus der Region wollten
sich diese vorweihnachtliche Stimmung nicht entgehen lassen: sie zog es
zum Weihnachtsmarkt in den historischen Ortskern Leverns. Bewundert
wurden die kunsthandwerklichen Ausstellungen, die Bilderausstellung von
Gertrud Premke und das Angebot an den Buden auf dem Kirchplatz. Ein
Höhepunkt des Weihnachtsmarktes war das Konzert, das der Chor des
Gymnasiums Porta Westfalica und der Chor des
Bundes-Oberstufen-Real-Gymnasiums aus Hermagor (Kärnten) vor Hunderten
Besuchern in der Stiftskirche gaben. ¦ Ausführlicher Bericht folgt
Begeisterten die Gäste: Weihnachtliche Weisen auch aus den Alpen
stimmte der von Hans Hubmann geleitete Chor aus Minden-Lübbeckes
Partnerbezirk Hermagor an. FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR
© 2009 Neue WestfälischeZeitung für den Altkreis Lübbecke, Montag 07. Dezember 2009

Rahden-Pr. Ströhen. Draußen regnete es in Strömen bei milden Temperaturen. In der Immanuel-Kirche Pr. Ströhen zauberte das große Familienkonzert am 2. Adventssonntag vorweihnachtliche Stimmung herbei. Das Gotteshaus war sehr gut gefüllt, als Pastor Roland Mettenbrink die zahlreichen Besucher und Mitwirkenden begrüßte.
Das Publikum war an diesem Nachmittag nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Mitsingen eingeladen. So eröffnete ein gemeinsames, durch den Posaunenchor begleitetes, machtvolles „Macht hoch die Tür“ den musikalischen Nachmittag.
Durch das unterhaltsame Programm führte Leta Henderson, die darüber hinaus den Singkreis und den Projektchor dirigierte und die Gesamtleitung des Konzertes übernommen hatte sowie die Zuhörerschaft mit ihrer begeisternden und herzlichen Art immer wieder zum Singen gewann.
Die Ströher hatten für diesen stimmungsvollen zweiten Adventsnachmittag einige Gäste aus den Nachbargemeinden eingeladen. Als perfekte Gastgeber ließen sie ihnen erst einmal den Vortritt.
Der Chor „WeTo“ aus Wehe und Tonnenheide unter der Leitung von Mechthild Bräkling überzeugte mit anspruchsvollen Beiträgen, während die Sänger des MGV Tonnenheide unter der Leitung von Helga Wöstehoff die Zuhörer mit volkstümlichen Weisen erfreute.
Zwischendurch setzte Barbara Schmidt an der Orgel mit Bach’s „Vivaldi“ einen musikalischen Kontrapunkt.
Eine ganz eigene Atmosphäre verbreiteten der Gitarrenkreis von Michaela Heitmann und der Gitarren-Anfängerkreis von Melanie Schlüter mit ihren Liedern, die zudem noch für einige Stücke vom Flötenkreis von Monika Bollhorst verstärkt wurden.
Das letzte Drittel des gut 90-minütigen Konzertes blieb dem Singkreis und dem Projektchor vorbehalten, die mit einigen für die Adventszeit eher ungewöhnlichen (Calypso) und internationalen Liedern, aber auch bekannten Weisen das erwartungsvolle Publikum begeisterten.
Mit dem Weihnachtslied schlechthin „O, Du Fröhliche“ stimmten sich die Zuhörer auf die bevorstehende Festtage ein und verließen unter den Klängen des Posaunenchores, der von Michael Bollhorst geleitet wurde, zufrieden die Kirche.
© 2009 Neue Westfälische
Zeitung für den Altkreis Lübbecke, Dienstag 08. Dezember 2009