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Rahden (WB/bös). Im Abschiedsraum
des Rahdener Krankenhauses können die Angehörigen jetzt noch
pietätvoller von ihren verstorbenen Verwandten Abschied nehmen.

»Der Tischler und Bestatter Günter Brettholle aus Rahden hat auf
Initiative des Freundeskreises Krankenhaus Rahden zu einem symbolischen
Preis von 84 Cent eine Holzverkleidung angefertigt, um verstorbene
Patienten vor dem Eintreffen ihrer Angehörigen würdig auf bahren zu
können.« Das teilte jetzt der Pressesprecher der Mühlenkreiskliniken,
Georg Stamelos, mit.
Seit fünf Jahren gibt es diesen Abschiedsraum, der dank der
Unterstützung des Freundeskreises eingerichtet werden konnte. »Aus
medizinischer Sicht steht zwar die Heilung und das Leben der Patienten
im Vordergrund, gleichwohl benötigen auch das Sterben und der Tod und
somit das Bewältigen von Abschied und Trauer ihren Raum«, sagt
Stamelos. Hier könne das Pflegepersonal die Verstorbenen aufbahren. Die
jetzt von Brettholle angefertigte Holzverkleidung sei auch eine
angemessene »Einrahmung« »und erleichtere dem Pflegepersonal die
Aufbahrung, weil das Fahrgestell, auf dem die Verstorbenen liegen,
nicht mehr mit Tüchern verhängt werden muss, um einen würdigen Abschied
zu ermöglichen«, betont der Pressesprecher.
»Für mich ist dieses persönliche Engagement für das Krankenhaus Rahden
selbstverständlich«, erklärt Günter Brettholle. »In der Regel werden
Verstorbenen auf der Station zurechtgemacht und dann in den
Abschiedsraum gebracht. Manche Angehörige lassen sich den Raum vorher
zeigen. Günter Brettholle hat mit seinem Engagement für einen
würdevollen Rahmen bei dem schweren Abschied gesorgt«, sagt Stamelos.
WB Artikel vom 10.09.2009