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Es gibt sie noch, die Erzähler, die vom Leben singen: Andi Weiss ist einer von ihnen. Mit Charme, Humor und Feingefühl nahm er die ca. 80 Konzertbesucherinnen und Besucher aus Nettelstedt mit auf eine Reise durch Kindheit und Jugend - immer den Blick auf das gerichtet, was Heimat sein könnte.

Kinder- und Lausbubengeschichten ließen Erinnerungen an die eigene Kindheit wach werden, mit ihrer eigenen Schönheit, aber auch mit dem Dunklen und Verbogenem . „Heimat ist der Ort, wo ich her komm!“ In seinen Liedern erinnerte Weiss an die Hoffnung, von der Christen leben, machte Mut, auf sein Herz, das ‚Innere’, zu hören.

„Land, in dem die Seele wohnt, das will deine Heimat sein.“, sang Weiss mit klarer, kraftvoller Stimme. Er erzählte Schulgeschichten mit und ohne „Flausenflaute“, sang ein Lied für seine Oma, die für ihn auch ein Stück Heimat war. Den biographischen Notizen folgten immer wieder Hoffnungslieder gegen die Entmutigung, wie in „Dein Herz kann erst heilen, wenn du nicht vor dir fliehst“ oder „Dass dir der Himmel offen steht, wenn deine Welt grad untergeht...“.

Die Psalmen sind für ihn von großer Bedeutung, weil diese Worte glühen, die Bibel ein Buch von „Halunken und Schwerenötern“ , darum seien die Geschichten auch glaubwürdig und echt. Pfarrer Jürgen Giszas bedankte sich bei Weiss für das Konzert. Es wurde organisiert von Kulturplus der Kulturarbeit im Kirchenkreis Lübbecke, und der Kirchengemeinde Nettelstedt.