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Weg der Erinnerung in Lübbecke

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Bild: Tyler Larkin NW 10.11.2011

Deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus

Starke Beteiligung der Bevölkerung an der Gedenkveranstaltung »Weg der Erinnerung«
Ministerin Sylvia Löhrmann hielt eine kurze Rede am Mahnmal auf dem Platz der Synagoge
Lübbecke (ee). Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde gestern der 73. Wiederkehr der Pogromnacht (»Reichskristallnacht«) in Lübbecke gedacht. In Erinnerung an die Greueltaten der Nationalsozialisten, die in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 die jüdische Schule und Synagoge in Lübbecke in Brand gesetzt hatten, wurde eine Gedenkfeier veranstaltet. Zu dem »Weg der Erinnerung« hatten neben der Stadt der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Kirchengemeinden und drei Lübbecker Schulen eingeladen. In diesem Jahr stand die Gedenkveranstaltung unter dem Thema »Schulzeit unter dem Hakenkreuz«.
Etwa 150 Teilnehmer fanden sich an der Pestalozzi-Schule ein, wo Schüler zu beklemmender Geigenmusik mit drei Szenen zeigten, wie es zur Zeit der Nazi-Diktatur gewesen war, in Lübbecke zur Schule zu gehen. Zweite Station auf dem Weg der Erinnerung war die Jahn-Realschule.
Dort zeigten Schüler der Klasse 10b eine Darstellung in vier Zeitblöcken, welchen Veränderungen das Leben in der Schule in der damaligen Zeit unterworfen war. Lehrer wurden zu den Fahnen gerufen, Schüler eingezogen, Unterricht fiel aus. Die Szenen waren authentisch und basierten auf Angaben des Lübbecker Stadtarchivs - lediglich die Namen wurden geändert.
Dritte Station war der Platz der Synagoge, auf dem vom DGB ein Kranz niedergelegt und von Schülerinnen des Wittekind-Gymnasiums ein Rückblick auf jüdisches Schulleben in Lübbecke von 1725 bis 1938 gegeben wurde. Rednerin war in diesem Jahr Nordrhein-Westfalens Schul- und Weiterbildungsministerin, Sylvia Löhrmann (Grüne). Sie lobte die Initiative des Weges der Erinnerung in Lübbecke und mahnte, Andersdenkende nicht auszugrenzen, sondern zu tolerieren. Dieser Denk- und Lernprozess müsse bereits in der Schule beginnen. Latentem Rechtsextremismus müsse mit Zivilcourage entgegen getreten werden.
WB Artikel vom 10.11.2011




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