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Konzert in Oberbauerschaft

Empfindungen nahebringen
Vokalensemble »Resonare« in Oberbauerschaft mit Beifall begrüßt

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Oberbauerschaft (vc). Nach dem lateinischen Verb »resonare« benennt sich das Mindener Vokalensemble, das am Samstag in der Oberbauerschafter Christuskirche auftrat. »Resonare« bedeutet soviel wie wiederhallen und zurückklingen.

Und dies machten sich die zehn Musiker zum Ziel: Sie möchten ihre Empfindungen gegenüber bestimmten Musikstücken dem Publikum nahebringen, sodass diese in dem einzelnen Zuhörer wiederklingen. Das Publikum begrüßte das Vokalensemble mit großem Applaus, denn viele erinnerten sich an das Konzert im vergangenem Jahr, das auch in der Christuskirche geboten wurde.
Am vergangenen Samstag nahmen die Musiker ihr Publikum mit auf eine Reise quer durch die Zeit, mit einer Brandbreite an Musik vom 17. bis ins 20. Jahrhundert.
Zunächst begeisterte das Ensemble unter der Leitung von Jochen Mühlbach das Publikum mit stimmungsvollen Madrigalen. »Diese bezeichnen eine bestimmte Form der Komposition, bei der durch die Melodie der Text hervorgehoben wird«, erklärte Mühlbach. Gleich zu Beginn des Konzertes konnte sich das Publikum von der Wirkung der Musikrichtung überzeugen. Die Madrigale »Das Geläut zu Speyer« von Ludwig Senfl wirkte gerade in einer Kirche einzigartig.
Zu dem weltlichen Programm gehörten zudem romantische Balladen wie »Ich hab die Nacht geträume« von Max Reger und spätromantische Werke, zu denen »The blue bird« von Charles Villiers Stanford und »Dieu! Qu'il a fait« von Claude Débussy gehören. »Das Ende der Romantik zeichnet sich besonders durch die Suche nach neuen Klängen und Klangmalerei aus«, erklärte Mühlbach. Auch das 20. Jahrhundert war mit »Fuge aus der Geographie« von Ernst Toch vertreten. Nach einer kurzen Pause standen weitere Madrigale und Musik der Klassik auf dem Programm. Zu diesen gehörten beispielsweise Stücke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Wolfgang Amadeus Mozart.
Das Vokalensemble bilden Christin Bagusat (Sopran), Britta Drewes-Höner (Sopran), Sonja Schwarze (Sopran), Almud Wessel (Mezzosopran), Heike Bode (Alt), Betty Braedikow (Alt), Elisabeth Hollstegge (Alt), Torsten Drewes (Tenor), Jochen Mühlbach (Bass, Ensembleleitung) und Matthias Wessel (Bass).
Die Kollekte, die am Ende des Konzertes eingesammelt wurde, wird den Flutopfern in Pakistan gespendet.
WB Artikel vom 14.09.2010

Singen mit Hingabe und Gefühl
Chor Resonare überzeugt durch musikalische Perfektion und Stimmenvielfalt


Hüllhorst-Oberbauerschaft (schw). Sinnliche Klänge und eine Portion Fröhlichkeit wurden den Konzertbesuchern jetzt in der Christuskirche präsentiert. Das zehnköpfige Vokalensemble Resonare überzeugte durch seine musikalische Perfektion .

Seit zehn Jahren bereichert der Chor die musikalischen Aktivitäten im Kreis Minden-Lübbecke. Vornehmlich in den ganz kleinen Kirchen, beschrieb Pfarrerin Martina Buhlmann, weil dort die Stimmenvielfalt besonders gut zum Ausdruck käme. Mit ihrem weltlichen Programm, wie es Jochen Mühlbach, Leiter des Ensembles, formulierte, wolle man den Gästen mitgeben, was sie selbst beim Singen empfinden. So bildeten das Madrigal und Serenaden einen Schwerpunkt ihrer Darbietung. Das Madrigal ist ein mehrstimmiges Vokalstück meist weltlichen Inhalts, und gilt als eine wichtige musikalische Gesangform der Renaissance sowie des Frühbarock. Mit Werken wie „Das Geläut zu Speyer“ und „Hark! All ye lovely saints“ eröffneten sie ihr Konzert ein und wurden damit ihrem Namen Resonare – aus dem Lateinischen „ertönen“ – gerecht.

Doch mit Applaus hatten sich die Zuhörer zurückzuhalten, denn nur nach den einzelnen Liederblöcken bat Mühlbach um Beifall. Er moderierte das Konzert und gab zu jedem Stück eine inhaltliche Beschreibung. So brachten die Sängerinnen und Sänger französische, deutsche, englische und italienische Klänge zu Gehör. Die Vielstimmigkeit zwischen fröhlich-beschwingt bis nahezu schwermütig bewegte auch einige anwesende Mitglieder des Oberbauerschafter Kirchenchores. „Wenn wir davon doch nur ein Tüpfelchen hätten, das wäre toll“, schwärmte Karin Heidkamp, „wir singen zwar auch gut, aber Resonare macht das einfach nur wunderschön!“

Stücke von W.A. Mozart, John Farmer, Felix Mendelsohn Bartholdy oder Charles Gounod rundeten den zweiten Teil des Konzertes ab.

„Ich bedanke mich sehr dafür, dass das Ensemble Resonare auf ihre Gage verzichtet hat und wir somit die Spenden, die wir bei dieser Aufführung erhalten, für die Opfer in Pakistan überreichen können“, sagte Pfarrerin Buhlmann. Auch in den nächsten Wochen wolle man die gesamte Kollekte hierfür verwenden.


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