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Eine Frau für alle Fälle

Dieses Bild ist nicht vorhanden.VON THOMAS MERTEN

Pfarrerin Martina Buhlmann feiert Amtsjubiläum

Dieses Bild ist nicht vorhanden.Hüllhorst-Oberbauerschaft. Als das Pfarrehepaar Martina und Frank Buhlmann aus dem Sauerland nach Oberbauerschaft zog, erahnte die Pfarrerin gleich das Potenzial der Dorfgemeinde. „Mit den engagierten Menschen wuchsen wir schnell zusammen.“ 26 Jahre ist der Umzug her, Martina Buhlmann seit 25 Jahren im Amt. Zu dem Jubiläum gratulierte die Gemeinde nun.

Frank Buhlmann war bis 2006 Pfarrer in Oberbauerschaft unterrichtet seitdem Religion am Wittekind-Gymnasium. Dennoch ist er weiterhin im Presbyterium und ehrenamtlich tätig. „Es braucht ein Gerüst, das alles zuverlässig trägt – das ist das Hauptamt. Doch für das Leben, das Zwischenmenschlichte, dafür braucht es das Ehrenamt“, sagte Bürgermeister Wilhelm Henke.

Durch die Jubiläumsfeier moderierte der Presbyter Wolfgang Fischer. „In unserer Pfarrerin sind viele Berufe vereint. Zum Einen wäre da die Pädagogin“, hieß es in der Ansprache der Presbyter. Martina Buhlmann ist selbst Mutter, gründete die Krabbelgruppe und mahnt ihre Gemeinde auch schon mal im Gottesdienst. Als Sekretärin und Managerin schaffe sie es, alle Aufgaben, Büroarbeit und ihr soziales Engagement unter einen Hut zu bringen.

Die Architektin in ihr half maßgeblich dabei mit, 1993 das Gemeindehaus zu gestalten, 1995 den Turm zu sanieren und den Energie sparenden Umbau des Gotteshauses umzusetzen. Ihre Fähigkeiten als Gärtnerin seien ebenfalls bekannt. „Und letztendlich steht sie uns als Notfallseelsorgerin bei, organisiert Familienfreizeiten und hilft uns, hin und wieder zur Ruhe zu kommen“, sagte Presbyterin Inge Obermeier. Das Presbyterium überreichte dem Pfarrehepaar eine farbenfrohe Stola.

Es gratulierten weiterhin Kindergartenleiterin Birgit Breder, Anne Schröder vom Kirchenchor, Margret Meyer zu Allendorf von der Frauenhilfe, stellvertretend für sämtliche Vereine Günther Obermeier, Jugendarbeiter Jürgen Margenberg sowie Dolores Kellner und Helga Oevermann vom Frauen-Abendkreis, der ein großes Herz für die Jubilarin bastelte.

Das Pfarrehepaar dankte den Rednern und Besuchern und steuerte zu den Reden viele Anekdoten bei. „Als ich in Bochum lebte, ließ sich ein bekanntes Ehepaar scheiden, das ebenfalls im gleichen Amt tätig war. Deswegen war uns schon mulmig zu Mute, in der gleichen Gemeinde zu predigen“, erinnerte sich Frank Buhlmann. „Wir haben bewiesen, dass es funktionieren kann“, fuhr die Jubilarin fort. „Mit einem ausgewogenen Geben und Nehmen konnten wir alle Hürden bewältigen.“


© 2011 Neue Westfälische
13 - Lübbecke (Altkreis), Mittwoch 15. Juni 2011

 

 

 

Mittendrin im dörflichen Leben

Pfarrehepaar Martina und Frank Willi Buhlmann wirkt seit 25 Jahren in Oberbauerschaft

Oberbauerschaft (cm). Seit 25 Jahren prägt das Pfarrehepaar Martina und Frank Willi Buhlmann das kirchliche Leben in Oberbauerschaft. Am Pfingstmontag hat die Kirchengemeinde das runde Jubiläum mit einem festlichen Gottesdienst in der Christuskirche und einem anschließenden Empfang im Gemeindehaus gebührend gefeiert.
Freunde, Kirchengemeinde und Kirchenkreis feiern mit dem Pfarrehepaar Martina und Frank Willi Buhlmann dessen 25-jähriges Ortsjubiläum in Oberbauerschaft: (von links) Erika Steinmeier (Presbyterin), Pfarrerin Micaela Strunk-Rohrbeck, Pfarrer Rainer Rohrbeck, Pfarrerin Martina Buhlmann, Wolfgang Fischer (Presbyter), Pfarrerin Sigrid Hülle-Majoress, Pfarrer Frank-Willi Buhlmann, Superintendent Klaus Majoress, Helmut Therolf (Presbyter), Superintendent Dr. Rolf Becker, Ortwin Berger (Presbyter), Sigrid Meyer zu Allendorf (Presbyterin), Christine Struckmeyer (Presbyterin) und Inge Obermeier (Presbyterin).Fotos: Cornelia MüllerDie Blockflötengruppe des Heimatvereins Oberbauerschaft (Leitung: Hanna Klausing) bringt den Jubilaren und ihren Gästen ein Ständchen.

Angefangen hat alles mit einem Tipp des befreundeten Pfarrehepaars Majoress, das bis 1988 in Hüllhorst wirkte: »Bei uns in der Nähe ist eine Pfarrstelle frei. Wollt ihr da nicht hingehen?« Die Buhlmanns überlegten nicht lange und wechselten aus dem Ruhrgebiet nach Oberbauerschaft, »obwohl sich in unserem Umfeld damals gerade ein Ehepaar getrennt hatte, das sich eine Stelle teilte«, erinnert sich Frank Willi Buhlmann.
Das war bei den Buhlmanns ganz anders: Als »unermüdliches, gut eingespieltes Gespann« (Presbyter Wolfgang Fischer) versahen sie viele Jahre lang gemeinsam den Dienst in Oberbauerschaft, ohne dass die Familie darunter gelitten hätte. »Auch wenn die Regel, dass am Küchentisch nichts Dienstliches geredet wird, nicht immer einzuhalten war«, gibt Martina Buhlmann zu.
Während des Festgottesdienstes, bei dem Kirchenchor und Posaunenchor mitwirkten, erinnerte Superintendent Becker noch einmal daran, dass Martina und Frank Willi Buhlmann vor 25 Jahren noch zu den Pionieren im Kirchenkreis gehörten, als sie sich eine Pfarrstelle teilten. Inzwischen ist Martina Buhlmann alleinige Inhaberin der Pfarrstelle, ihr Mann Frank Willi Buhlmann ist seit 2006 Schulpfarrer am Wittekind-Gymnasium, versieht aber immer noch ehrenamtlich pastorale Dienste in Oberbauerschaft und ist Presbyteriums-Mitglied.
»Deshalb wollen wir euch bei der heutigen Feier auch nicht auseinander dividieren, selbst wenn Martina im Mittelpunkt steht«, sagte Presbyter Wolfgang Fischer, der gemeinsam mit Inge Obermeier in einem humorvollen Rückblick ins Gedächtnis rief, was sich in 25 Jahren alles verändert hat. Anfangs konnte es bei einem Geburtstagsbesuch, den die neue Pfarrerin unternahm, schon einmal heißen: »Ik dacht, de Pastor kümmt«. Inzwischen habe sich aber längst herumgesprochen, dass Martina Buhlmann, unterstützt von ihrem Mann, die Idealbesetzung für das Amt der Pastorin sei, die als »Seelsorgerin, Pädagogin und Managerin, Festrednerin, Gärtnerin, Sekretärin und Architektin« viele Talente vereine. Fischer: »Vor 25 Jahren hat euch Gottes Geist hierher geweht. Und er hat gut daran getan.«
Neben dem Presbyterium überbrachten auch Vertreter von Kindergarten, Schule und den kirchlichen Kreisen ihre Glückwünsche und kleine Geschenke. Bürgermeister Wilhelm Henke hob die vorbildliche Arbeit des Pfarrehepaars auch für die Kommunalgemeinde hervor: »Sie sind immer dabei, wenn etwas gemacht wird für das Dorf.« Günter Obermeier, der als Vertreter der Dorfgemeinschaft für die Oberbauerschafter Vereine sprach, konnte das nur bejahen: »1986 seid ihr hierher gekommen und eure Integration ist hervorragend gelungen.«

 

Westfalen Blatt Lübbecke - Artikel vom 15.06.2011


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