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Begegnungen - Superintendennt Jackson Kanyiginya zu Gast bei Superintendent Dr. Becker

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Im Amtszimmer des Lübbecker Superintendenten Dr. Rolf Becker hängt ein Bild, das einen schwarzen und einen weißen Arm zeigt, die sich aufeinander zubewegen. Es steht für die Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Lübbecke und dem Kirchenkreis Bweranyange in der Karagwe-Diözese. „Das habe ich vor Jahren in Twiehausen gemalt,“ erinnert sich Jackson Kanyiginya , der Superintendent aus Tansania. Eswäre schön, wenn daraus ein Logo entstünde für die Partnerschaftsarbeit zwischen Lübbecke und der Karagwe-Diözese.“



Dr. Becker und Kanyiginya erinnern sich. „Ich habe Jackson Kanyiginya vor 10 Jahren kennen gelernt, doch die Anfänge dieser Arbeit liegen in den 60 er Jahren“, sagt Dr. Becker. „Zu einem intensiven Austausch kommt es seit 30 Jahren.“ „Während dieser Zeit ermöglichte der Kirchenkreis viele Projekte, die für uns lebenswichtig waren", ergänzt der tansanische Superintendent lächelnd. "So entstanden zwei Maismühlen, es wurden 11000 Bäume gepflanzt, Brunnen angelegt.“ “Ein besonderes Anliegen war uns immer die Unterstützung von Bildung und Ausbildung,“sagt Dr. Becker und erinnert an die vielfältige Unterstützung der Girls' Secondary School, deren Leiterin im Juni im Kirchenkreis war. "Als neustes Projekt haben wir den Bau eines Schlafgebäudes für die Schülerinnen unterstützt." Dies ist erforderlich, da die Schülerinnen durch die Entfernungen zum Elternhaus nicht abends zu ihren Familien gehen können. Neben der Schule wurden auch immer wieder einzelne Schülerinnen und Schüler unterstützt. „Ein Schüler, den der Kirchenkreis begleitet hat, ist jetzt als junger Mann im Rahmen des internationalen Chorprojektes hier“, sagt Kanyiginya. „Er unterstützt in Tansania inzwischen als ausgebildeter Gemeindepädagoge die Gemeindearbeit und möchte nun gerne noch Theologie studieren." „Jonas Molinda wurde von Familie Schäffer in Oppenwehe zum Tischler ausgebildet“ ergänzt Dr. Becker. „Es wäre schön, wenn auch ein Gemeindepädagoge (er wird in Tansania "Evangelist" genannt) zu einem Praktikum nach Deutschland kommen könnte, um Deutsch und die deutsche Kirche kennen zu lernen.

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Jackson Kanyiginya ist 58 Jahre alt, er hat sieben Kinder im Alter von 19 bis 34 Jahren. Auf die Frage, was seine größte Freude sei, antwortet er entwaffnend und sehr berührend: „Wenn ich den Menschen dienen kann.“ Man nimmt diesem Mann diese Antwort ab. Natürlich gebe es auch in Tansania immer wieder Probleme. „Wo es verschiedene Menschen gibt, gibt es verschiedene Meinungen und Interessen. Als Superintendent stehe ich immer dazwischen.“ Der Kirchenkreis, den er leitet, wächst.

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Er hat inzwischen 15800 Gemeindeglieder, die fast alle zu den Gottesdiensten in den Gemeinden kommen. Hier im Lübbecker Land ist er auf viele freundliche Menschen gestoßen. Sie seien gastfreundlich und einige engagierten sich in der Partnerschaftsarbeit. Das Chorprojekt sei ein gelungenes Beispiel für die gute Zusammenarbeit.

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„Wir wünschen uns, dass sich auch junge Menschen für die Partnerschafsarbeit engagieren. Dieser junge Chor aus drei Kontinenten könnte ein Anfang sein. Ich freue mich sehr auf das Konzert am Sonntag um 18 Uhr in der Lübbecker Andreaskirche.“ sagt Dr. Becker. Auf die Frage, was Christen in Deutschland von Christen in Tansania lernen können, entgegnet Kanyiginya entwaffnend: „Deutschland ist ein reiches Land, wir in Tansania haben kaum materielle Dinge. Bei uns kommen Menschen zu Gott und sie sind fröhlich. In Deutschland haben die Menschen viel und sind unzufrieden." Dr. Becker ergänzt lächelnd: "Ich hoffe, dass beim Konzert am Sonntag auch etwas von der ostwestfälischen Freude spürbar wird."



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