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Wie im Himmel

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„Wir sitzen alle im selben Boot !“ so begrüßte Angela Werner, die Sprecherin der Gruppe Jabboq, die vielen Konzertbesucher, die trotz großer Hitze in die Kapelle des Mindener Klinikums gekommen waren. Und fuhr fort: „ Wir stehen für den Dialog der Religionen, insbesondere der christlich jüdischen.

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Wir tun das aus der Kraft, die in jedem Menschen steckt. Grade, wenn man sich von der Kraft abgeschnitten fühlt, ist es wichtig, sich auf seine eigene Mitte zu besinnen. Dies ist besonders an einem Ort wie diesem von großer Bedeutung.“ „Es war für mich in einer schweren Zeit wichtig, hier in dieser Kapelle eine Zuflucht zu finden. „ ergänzte der Pianist Pitt Witt, „Mit diesem Konzert möchte ich mich bedanken.“

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Dichtgedrängt saßen die Besucher in der Kapelle, die durch eine Holzkonstruktion wie eine Arche wirkt und hörten fasziniert Lieder aus der christlich-jüdischen Tradition.

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Tanja Alon, die aus der jüdischen Tradition stammt, ermunterte die Hörerinnen und Hörer in ihrer lebendigen Art, immer wieder zum Klatschen und Mitsingen. So wurde schnell das Gegenüber von Musizierenden und Musikern überwunden und es entstand ein musikalischer Raum, in dem unterschiedliche Stimmungen auftauchen konnten.
Fröhliche Intensität wie bei „Baschanah“und zarte Intimität wechselten sich ab.

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So trug Magdalena Koller das Lied „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ sehr feinsinnig unter der Pianobegeleitung von Pitt Witt vor.

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Wie beim Fluss des Lebens war der Raum offen für traurige und fröhliche Stimmungen, manchmal melancholisch und manchmal fast ekstatisch, mal laut dann wieder ganz leise.

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Wenn Sie das Lied Bilwawi hören möchten klicken Sie bitte »hier»


Das Lied „Bilwawi“ erfüllte die Arche mit tiefer, stiller Lebendigkeit und Spiritualaität. Der Klarinetistin Anja Vehling gelang es nicht nur bei diesem Stück mit höchster Präzision und Leidenschaftlichkeit, den tiefen spirituellen Raum zu berühren und ihn damit für die Hörenden zu einem Klangerlebnis werden zu lassen.
Manchmal mochte man den Atem anhalten, um die innere Frische zu genießen, die spürbar wurde. War die Klarinette mit Anja Vehling die Seele und das Herz der Musik, so Pitt Witt am Piano der Pulsschlag. Unaufdringlich aber bestimmt gab er den Rhythmus vor und zerzauberte die Zuhörer mit virtuoser Improvisation, die mal frech und jazzig und dann wieder sensibel und nachgiebig die Töne produzierte.

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Angela Werner bereicherte durch Texte jüdisch- christlicher Tradition das Konzert.

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Obwohl Besucher und Musiker in gleicher Weise nassgeschwitzt aus dem Konzert kamen, war keine Müdigkeit spürbar. Vielmehr konnte man diese unverwechselbare ostwestfälische unaufdringliche Freude und Dankbarkeit in allen Gesichtern lesen. Auch wenn den Raum tontechnisch eine Herausforderung ist, so ist er doch der perfekte Ort für jüdisch-christliche Begegnungen. So saßen alle, Musiker und Hörende in einem Boot.
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