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Konzert in Bad Holzhausen begeistert

Begeisterung steckt an
Russischer Jugendchor fasziniert das Bad Holzhausener Konzertpublikum

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Von Cornelia Müller
Bad Holzhausen (WB). Der Chor heißt nicht nur »Begeisterung«, er hält auch, was sein Name verspricht. Denn hellauf begeistert waren alle, die den russischen Chor Vdokhnovenie (zu deutsch: Begeisterung) am Dienstag in der Bad Holzhausener Kirche singen hörten.
»Ganz großartig« und »ergreifend« lautete das einstimmige Urteil, und die Zuhörer waren nicht nur von den schönen Stimmen fasziniert, sondern staunten auch über die Vielseitigkeit der Jugendlichen. »Da klingt das Volkslied genauso perfekt wie das Ave Maria«, fand Gerda Bekemeier, eine von vielen begeisterten Zuhörerinnen.
Seit 2007 nimmt der Jugendchor aus der russischen Industriestadt Iwanowo mit großem Erfolg an internationalen Chortreffen teil. Auf seiner Fahrt zum Festival »Jugendliche Chöre in Bewegung«, das vom 7. bis zum 11. Juli in Bonn stattfindet, hat der Chor nun in Bad Holzhausen noch einmal kurz Station gemacht.
Dabei boten die gut 30 Jugendlichen, die von Natalya Bakina geleitet und von Marina Wesselowa am Klavier begleitet wurden, den Zuhörern ein Konzerterlebnis, das vielen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Die erste Programmhälfte stand im Zeichen russischer Musik. Der Chor trug zunächst einige orthodoxe Hymnen sowie Kompositionen von Dimitri Bortnianski und Sergej Rachmaninov vor.
Dann erfreute er sein Publikum mit russischen und ukrainischen Volksliedern. Dabei war den Jugendlichen, die voller Hingabe und Konzentration bei der Sache waren, nichts von den Strapazen ihrer Konzertreise anzumerken. Die Klarheit und perfekte Harmonie ihres mehrstimmigen Gesangs ließ das Publikum ganz eintauchen in die Stimmung der Lieder, ob nun schwermütig oder ausgelassen-heiter.
In der zweiten Programmhälfte präsentierte sich der Chor von einer ganz anderen, internationalen Seite. Wieder machte geistliche Musik den Anfang (Zoltán Kodály: »Ave Maria«, Pergolesis »Stabat Mater«), dann aber ging es bunt gemischt weiter: »Heitschi bumbeitschi« aus Österreich, Abstecher in den amerikanischen Süden (»Georgia on my mind«) und Norden (»New York, New York«) und ganz zum Schluss noch einmal die Hymne des vereinigten Europa, Beethovens »Ode an die Freude«.
Pfarrer im Ruhestand Dieter Stork, Ehrenvorsitzender des Freundeskreises Iwanowo, der den Kontakt zum Chor hergestellt hatte, hatte gleich mehrfach Grund, sich über den gelungenen Auftritt der Jugendlichen zu freuen. Er dankte ihnen nicht nur für ihren »wunderbaren« Gesang, der musikalische Grenzen überschreite, sondern bezeichnete ihren Auftritt darüber hinaus als »Friedensdiplomatie des Volkes«. Dass dieses »ganz besondere Konzert« vor gut 20 Jahren noch undenkbar gewesen wäre, hob auch Pfarrer Steffen Bäcker hervor, der gemeinsam mit Natalya Bakina die Moderation übernahm.

WB Artikel vom 09.07.2010

Fremde und vertraute Melodien aus Iwanowo
Russischer Kinderchor zu Gast in Bad Holzhausen


Pr. Oldendorf-Bad Holzhausen (Il). Fremde, aber auch bekannte Klänge drangen an die Ohren des Publikums in der Kirche Bad Holzhausen beim Konzert des russischen Kinderchors „Vdokhnovenie“, was soviel wie Begeisterung heißt.

Diese war eindeutig zu spüren, als die Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren aus Iwanowo, einer Industriestadt nordöstlich von Moskau, ihr breit gefächertes Repertoire den faszinierten Zuhörern darboten. Während im ersten Teil des Konzerts russische und ukrainische Volkslieder sowie geistliche Lieder erklangen, war der zweite Teil des Abends der westeuropäischen Musik gewidmet, bis hin zur Popmusik.

Chorleiterin Natalya Bakina und Konzertmeisterin und Pianistin Marina Wesselowa, die den Chor am Klavier begleitete, verstanden es, aus den Jugendlichen ein enormes stimmliches Potenzial herauszuholen und gleichzeitig den Chor rhythmisch zusammenzuhalten.

So brachten die jungen Sänger die Kirche bei dem ukrainischen Volkslied „Sei gesund“ zum Beben und bestachen durch perfektes Zusammenspiel, saubere Intonation und schwungvolle Rhythmen. Dass sie nicht nur folkloristische Musik beherrschen, sondern auch westeuropäische Stilrichtungen, bewiesen die Jugendlichen beispielsweise bei dem österreichischen „Gegrüßet seist du, Maria“, einer volkstümlichen Melodie zu geistlichen Themen, oder dem altbekannten Kinder- und Wiegenlied „Heidschi Bumbeidschi“.

Mit dem durch Frank Sinatra weltbekannt gewordenen „New York, New York“ oder dem Hit „Hello Dolly“ bewies der Chor, dass ihm auch amerikanische Melodien und Rhythmen nicht fremd waren. Den krönenden Abschluss bildete die „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Symphonie. Ehrenvorsitzender des Freundeskreises Iwanowo e.V., Pastor i.R. Dieter Stork aus Bünde, lobte die Arbeit des russischen Chors als Beitrag zur deutsch-russischen Völkerverständigung und wünschte den jungen Sängern für ihren Auftritt in Bonn beim Internationalen Festival „Jugendliche Chöre in Bewegung“ viel Spaß und Erfolg.

NW 20.7.2010


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